Laudationes zu den Preisträgern

Platz 1: „Die Seele spricht in Bildern“ und „SALAM“, Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenkreis Koblenz (Preisgeld: 5.000 Euro)

Staatssekretärin Christiane Rohleder, Ministerium Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz:

„Das Projekt „Die Seele spricht in Bildern“ ermöglicht geflüchteten Frauen, über das Malen ihre Gefühle auszudrücken und so die Belastungen durch die Flucht und oft auch Trauma zu verarbeiten. Das ist auch wichtig, um sich für das neue Leben öffnen zu können. Die Teilnehmerinnen kommen aus Afghanistan, dem Iran, dem Irak und Syrien. Besonders beeindruckt hat mich, dass die ausgestellten Bilder im Lauf der Zeit bunter wurden.“
 
Das Projekt „SALAM“ holt geflüchtete Frauen aus der Isolation heraus und fördert ihre Integration. Das Projekt ist passgenau auf die Bedürfnisse der Frauen zugeschnitten, indem bei der Projektgestaltung geflüchtete Frauen mitgewirkt haben, die schon länger in Deutschland leben. Und so bietet das Projekt genau das, was sie sich bei ihrer Ankunft in Deutschland gewünscht hätten. Die Frauen bekommen Kontakt untereinander und zu Deutschen und bekommen vielfältige Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten und können sich auch über sensible Themen wie Familienplanung im geschützten Rahmen austauschen. Durch das Projekt entwickeln die Frauen Selbstvertrauen und lernen, ihr Leben selbstverantwortlich in die Hand zu nehmen.“

Platz 2: „Buddy and More“ – Studierende engagieren sich für Geflüchtete, Hochschule Koblenz (Preisgeld: 3.000 Euro)

Oberkirchenrat Dr. Thomas Posern, Beauftragter der Evangelischen Kirchen im Lande Rheinland-Pfalz: „Geflüchtete mit unterbrochenen oder abgebrochenen Bildungsbiographien haben eine Chance auf Erfolg im Studium, um eines Tages selbständig in einem akademischen Beruf ihr Leben gestalten zu können – und dabei vielleicht auch die Erfahrung weitergeben zu können, dass Teilen reich macht und anregt, davon weiterzugeben.

Platz 3: Mein zweites Ich, Diakonie in Westerburg (Preisgeld: 2.000 Euro)

Prodekanin Dr. Ursula Schoen, Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Diakonie Hessen: „Soziale Ausgrenzung, welche Ursache sie auch haben mag, kann sich für Menschen schnell mit dem Attribut lebenslänglich verbinden. Um dies zu verhindern, braucht es Wege des Ausstiegs und des Aufbruchs, die Sehnsucht nach einem anderen "Ich". Das Fotoprojekt „Mein zweites Ich“ bringt dies auf den Punkt!“

Sonderpreis: Hunde(T)raum, Mission Leben in Mainz (Preisgeld: 1.000 Euro)

Jens Tabbert, Versicherer im Raum der Kirchen: „Jeder, der selbst einen Hund hat, weiß, wie schwierig es ist, eine durchgehend gute Betreuung sicherzustellen. „Hunde(T)raum“ ist eine schöne und wertvolle Aufgabe, für die es einen echten Bedarf gibt. Zugleich wird hier die Idee des Hundes als besten Freund des Menschen voll genutzt.“