Aufruf zu Materialspenden für die diakonische Arbeit: "Schwierige Zeiten erfordern kreative Lösungen"

Die Auswertung einer Erhebung der Diakonie Hessen unter ihren Mitgliedern zu Vorrat und Beschaffung von Schutzmaterialien für Pflegekräfte hat zu Beginn der Coronokrise dramatische Ergebnisse offengelegt: Zum 11. März 2020 verfügten 39 Prozent der Pflegedienste und 47 Prozent der Pflegeheime nur noch über Desinfektionsmittel, die in Kürze verbraucht wären. Bei den Schutzmasken war die Situation prekär. 68 Prozent der ambulanten Dienste und 61 Prozent der Pflegeheime verfügten nur noch über Schutzmasken für drei Tage. Die hochwertigen FFP 2-Schutzmasken sind wegen des großen weltweiten Bedarfs zurzeit stark nachgefragt und haben lange Lieferzeiten.

Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Carsten Tag, bittet die hessischen Unternehmen deshalb um Solidarität. Er regt Unternehmen an zu prüfen, ob sie ihrer Desinfektions- und Schutzmaterialien es zulassen, einen Teil lokalen Pflege- und Gesundheitsorganisationen zur Verfügung zu stellen. „Schwierige Zeiten erfordern kreative Lösungen. In Frankreich hat z. B. der Produzent eines alkoholischen Getränks mehrere tausend Liter reinen Alkohols zur Verfügung gestellt, um den Engpass bei Desinfektionsmitteln zu minimieren“, so Carsten Tag.

Erste Institutionen und Unternehmen, die dem Aufruf folgten und Schutzmasken spendeten, waren unter anderem die Eintracht Frankfurt mit Lotto Hessen im Rahmen ihrer Aktion "Auf Jetzt! #inEintracht" und das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck aus Darmstadt. Dank dieser Spenden konnte dem Engpass besser begegnet werden.  

Zur Pressemitteilung zum Aufruf zur Solidarität vom 20. März 2020

Melden und spenden

Sie haben Schutzmaterial, das Sie spenden möchten? Dann wenden Sie sich bitte unter den Stichworten „Desinfektion“, "Schutzkleidung“ oder "Schutzmasken“ und mit Angabe der Menge, des Ortes, an dem das Material von lokalen Pflegeorganisationen abgeholt werden kann, sowie der notwendigen Adresse zur Kontaktaufnahme per E-Mail an gap(at)diakonie-hessen.de.

Die Solidaritätsangebote werden schnellstmöglich an alle Pflegeeinrichtungen der Diakonie und ebenso an die anderen Wohlfahrtsverbände weitergeleitet. 

Bei Rückfragen wenden Sie Sich bitte an:
Dagmar Jung (Dipl.-Psych.)
Abt. Gesundheit, Alter, Pflege
Abteilungsleitung
T +49 69 7947 6329
dagmar.jung(at)diakonie-hessen.de