März 2020

Auswirkungen des Coronavirus auf das Leben armer Menschen

Diakonie Hessen fordert gezielte Hilfsmaßnahmen für arme Menschen


Diakonie Hessen fordert gezielte Hilfsmaßnahmen für arme Menschen
Angesichts der Corona-Pandemie weist die Diakonie Hessen auf die besondere Situation armer Menschen hin und fordert:

  • Die Energieversorger dürfen bis auf weiteres keine Stromsperren mehr verhängen. Gerade arme und alte Menschen sind derzeit dringend darauf angewiesen, sich im häuslichen Bereich Mahlzeiten zuzubereiten. Wenn Steuerzahlungen und Insolvenzen zurückgestellt werden können, müssen ähnliche Maßnahmen auch für Menschen gelten, die von Armut betroffen sind.
  • Politik, Sozialleistungsträger und Jobcenter müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein, arme Menschen mit zusätzlichen finanziellen Mitteln auszustatten. Tafeln, Kleiderkammern und viele Beratungsangebote haben in Hessen geschlossen. Leidtragende der landesweiten Schulschließungen sind vor allem Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien. Insgesamt droht zunehmend mehr die Gefahr, dass von Armut betroffene Menschen nicht mehr ausreichend versorgt werden.


„Wir fordern die hessische Landesregierung auf, diese Problematik mit in ihre Notfallpläne einzubeziehen und konkrete Hilfsmaßnahmen zu beschließen“, so Carsten Tag, Vorsitzender der Diakonie Hessen.