Mai 2018

#dafür: Mitmachen beim „Tag der offenen Gesellschaft“

Kirche und Diakonie unterstützen europaweite Initiative


Die Stellvertretende hessen-nassauische Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf  und der Vorstandvorsitzende der Diakonie Hessen, Horst Rühl, laden Gemeinden und Einrichtungen dazu ein, sich am 16. Juni am europaweiten „Tag der offenen Gesellschaft“ zu beteiligen. Ziel der Initiative ist es, ein Zeichen für Offenheit, Gastfreundschaft, Vielfalt und Freiheit zu setzen. Unter dem Motto #dafür sollen am 16. Juni im öffentlichen Raum überall Tische spontan eingedeckt werden und sich gleichgesinnte Menschen zum gemeinsamen Essen zusammenfinden.

Das Prinzip ist simpel und einfach umzusetzen. Für Frankfurt ist beispielsweise am Aktionstag eine Tafel am südlichen Mainufer ab 16 Uhr mit Horst Rühl und Ulrike Scherf geplant.

Ein ganzes Land soll auftischen

„Ein ganzes Land tischt auf und setzt ein Zeichen, das ist das Ziel“, erklärt Horst Rühl, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen,. Auf Gehwegen, Marktplätzen, in Parks, in Gärten oder am Strand sollen Menschen zusammenkommen. Rühl hofft auf ein „riesengroßes Dinner für die Demokratie“. Nach Worten der Stellvertretenden Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf  soll damit auch zum Ausdruck gebracht werden, dass „die große Mehrheit in unserem Land und in Europa gerne in einer offenen Gesellschaft lebt“. Dies gerate viel zu oft in Vergessenheit „in Zeiten von Fake-News, Hass und Hetze“, so Scherf. Deshalb sei es wichtig, an vielen Orten gleichzeitig „öffentlich Haltung für eine offene Gesellschaft zu zeigen“.

Jeder kann mitmachen und ein Zeichen setzen - so geht’s

Die Aktion wird unter www.die-offene-gesellschaft.de/16juni genauer erläutert: Dort können nach einer Registrierung Veranstaltungen angemeldet, Aktionen vernetzt und nützliche Tipps nachgelesen werden. Plakate und Postkartenmotive mit Botschaften wie „Mit Kartoffelsalat die Welt retten“ oder „Da kann ja jeder kommen“ unterstützen die Aktion mit einem Augenzwinkern und werden zum Download angeboten.

In den sozialen Netzwerken kann über den Hashtag #dafür jeder auch digital ein Statement für die offene Gesellschaft abgegeben werden.

So funktioniert`s

Schritt 1: Planen Sie Ihre eigene Tafel:
Ob als Privatperson, Verein oder Unternehmen, ob am langen Esstisch im Hof oder auf der Picknickdecke im Park:  Planen Sie eine eigene Tafel am 16. Juni. Setzen Sie an mit Ihrer Runde vor Ort und mit vielen tausend Menschen im ganzen Land ein großes Zeichen für eine offene Gesellschaft.
Schritt 2: Melden Sie Ihre Tafel online an
Geben Sie uns Bescheid, wo Ihre Tafel stattfindet. So können wir Sie mit Material versorgen und deutlich machen: hier zeigen Menschen überall im Land Haltung. Nur wenn Sie das wünschen, ist der genaue Ort Ihrer Tafel öffentlich sichtbar.
Schritt 3: Laden Sie Freunde und Fremde ein
Laden Sie ein, mit wem Sie gerne essen, trinken und diskutieren wollen. Gleichgesinnte und Andersdenkende, Freunde, Familie, Nachbarn und Fremde – oder auch skeptische Passanten.
Schritt 4: Begeistern Sie andere
Der Bekannte im Heimatdorf, die Verwandte im Ausland – überzeugen Sie Menschen an anderen Orten, ebenfalls eine Tafel auszurichten. Je mehr wir werden, desto größer das Zeichen.
Schritt 5: Gemeinsam essen, trinken, feiern und diskutieren
Was an Ihrer Tafel passiert, entscheiden Sie und Ihre Gäste. Es ist Ihre Tafel! Wir unterstützen Sie gerne mit Material und Ideen.
Momente, Statements und Grüße teilen: #dafür
Unter dem Hashtag #dafür sammeln wir live Ihre Eindrücke auf unserer Website. Grüßen Sie Tafeln aus anderen Regionen, teilen Sie die besten Zitate und Ideen oder halten Sie den Tag mit einem schönen Foto fest.

www.die-offene-gesellschaft.de/16juni

Beim ersten Tag der offenen Gesellschaft im vergangenen Jahr beteiligten sich an fast 500 Orten bereits mehr als 20.000 Menschen - von Aachen bis Cottbus, von Bremen bis Freiburg. Selbst in Finnland, Portugal und Italien luden Menschen zur Tafel ein. Prominenter Unterstützer ist etwa der Kabarettist und Fernsehmoderator Eckart von Hirschhausen.