Juni 2019

Demenz und Würde: In der letzten Lebensphase gut begleitet

11. Nordhessisches Hospizforum der Diakonie beschäftigt sich erneut mit schwierigem Thema


Zum elften Mal trafen sich haupt- und ehrenamtliche Hospizmitarbeiter*innen zum traditionellen zweitägigen Nordhessischen Hospizforum, diesmal in der Evangelischen Akademie in Hofgeismar. Nach der Eröffnung durch Michael Krahl, Vorsitzender der AG Hospizarbeit und Sterbebegleitung der Diakonie Hessen, sowie den Grußworten von Dr. Harald Clausen (Diakonie Hessen) und Elisabeth Terno (Hessische Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung und Angehörigenbetreuung in Hessen) referierte Prof. Dr. Reimer Gronemeyer von der Universität Gießen zum Thema „Würde bewahren – trotz Demenz“. Dabei wurde auch deutlich, wie abhängig wir heute schon von der ehrenamtlichen Arbeit in den Pflegeberufen sind. Auch im Hospizbereich wird diese freiwillige Arbeit immer wichtiger. Nach Gronemeyers Ansicht ist Demenz die große soziale Frage der Gegenwart und sollte nicht mehr nur als Krankheit betrachtet werden.

In den Workshops ging es anschließend um die Fragen, wie Menschen mit demenziellen Veränderungen in ihrer letzten Lebensphase gut begleitet werden und sie sich bis zuletzt geschützt, zugehörig und getragen fühlen.
Doris König-Jörke, Fachkraft für Gesundheit und Sozialdienstleistung, referierte zum Thema „Demenz verstehen und begleiten“ und brachte den Teilnehmenden anschaulich mit vielen Beispielen aus der Praxis Möglichkeiten der Kommunikation mit demenziell erkrankten Menschen nahe.