März 2019

Qualifizierte und unabhängige Flüchtlingsberatung ist für Geflüchtete und Gesellschaft wichtig

Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck bewilligt weitere Förderung von Stellen in der Unabhängigen Flüchtlingsberatung und Asylverfahrensberatung


Die kirchliche Flüchtlings- und Asylverfahrensberatung wird weiterhin unterstützt: Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat für ausgewählte Beratungsstellen in den Regionalen Diakonischen Werken der Landeskirche und für die Verfahrensberatung in den Hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen weitere Mittel in Höhe von 1 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Damit können bis zum 31.12.2021 insgesamt 6,5 Stellen fortgeführt werden.

Zum einen handelt es sich um drei Stellen in den Hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen in Rotenburg, Kassel und Neustadt. Die übrigen 3,5 Stellen sind in den regionalen diakonischen Werke Fulda, Marburg-Biedenkopf, Kassel, Werra-Meißner und Hanau-Main-Kinzig verortet. Während der Schwerpunkt der Beratungsarbeit in den Erstaufnahmeeinrichtungen auf Asylverfahrensfragen liegt, ist das Beratungsangebot in den Regionalen Diakonischen Werken weiter gefasst und richtet sich an Geflüchtete, die bereits den Kommunen zugewiesen worden sind.

Der Entscheidung für die weitere Förderung vorausgegangen war eine Überprüfung der Diakonie Hessen und des Dezernats Diakonie und Ökumene, an welchen Orten und in welchem Umfang weiterhin ein erhöhter Bedarf für Beratungsarbeit an geflüchteten Menschen besteht. Nach Auskunft von Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß habe die Prüfung ergeben, dass der Bedarf weiterhin hoch sei. Daher freue sie sich sehr, dass die Beratungsarbeit für Geflüchtete für weitere drei Jahre fortgesetzt werden könne. Brinkmann-Weiß ist davon überzeugt: „Eine qualifizierte und unabhängige Beratung ist sowohl für die Geflüchteten als auch für die Gesellschaft wichtig. Für die Zukunft hoffe ich, dass die politisch Verantwortlichen diese Wichtigkeit erkennen und die Arbeit mit den notwendigen Mitteln ausstatten.“ Silvia Scheffer, seit vielen Jahren tätig in der Flüchtlingsberatung im Diakonischen Werk im Schwalm-Eder-Kreis, kann die Notwendigkeit der regionalen Beratungstätigkeit aus Sicht der Praxis nur bestätigen: „Unter den Flüchtlingen  bemühen sich die einen nach Kräften um Integration, andre stehen unter starkem Ausreisedruck. Beide Situationen sind schwierig zu bewältigen. Wenn Kirche hier verlässlich unterstützt und berät, dann trägt sie zu Recht und Gerechtigkeit bei. Das trauen ihr sowohl Eingewanderte als auch Einheimische zu.“

(Pressemitteilung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck)