Starke Frauen in der Pflege – Überblick

Februar

Wegbereiterin: Seit fast 52 Jahren ist Sigrid Giesen Krankenschwester. Nahe Melsungen kaufte sie in den 1980er Jahren ein Haus, um ihre soziale und christliche Vision von einer Wohngemeinschaft zu verwirklichen, die drogenabhängigen oder auch psychisch kranken Jugendlichen praktische Lebenshilfe gibt. Im Laufe der Jahre ist daraus ein kleines Altenheim geworden, und noch immer lebt die 68-Jährige mit im Haus und packt mit an. Mehr zu Sigrid Giesen

Wegbereiterin: In der Pflege zu arbeiten war schon als Jugendliche ihr Wunsch. Mit fast 40 Jahren verwirklichte Margarete Mackenroth ihren Traum. Sie bildete sich zur Altenpflegerin, später zur Pflegedienstleiterin fort und übernahm 2005 die Heimleitung im Evangelisch-Lutherischen Gertrudenstift in Baunatal. Dort entstand unter ihrer Verantwortung ein Neubau für das Altenpflegeheim. Seit 2013 ist die 69-Jährige im Ruhestand. Mehr zu Margarete Mackenroth

Januar

Wegbereiterin: Eine perfekte Schwester, sagen Weggefährtinnen. Um die Patientinnen und Pflegeschülerinnen auf ihrer chirurgischen Frauenstation im heutigen Agaplesion Elisabethenstift kümmerte sich Schwester Charlotte Corday mit viel Herzblut. Rund fünf Jahrzehnte engagierte sie sich für das Krankenhaus, darunter auch in Leitungsfunktionen. Ab 1978 führte sie den Besuchsdienst der „Grünen Damen“. Bis zu ihrem 80. Geburtstag im Jahr 2010 übernahm sie sogar selbst als ehrenamtliche Einsatzleiterin die Organisation und Betreuung der „Grünen Damen“. Mehr zu Schwester Charlotte Corday

Wegbegleiterin: Andrea Maetzel ließ sich nach der Schule zur Krankenschwester ausbilden und hat in den 30 Jahren seither kontinuierlich neue Aufgaben übernommen. Nach zahlreichen Stationen im Krankenhaus und im Sozialdienst arbeitet sie seit Mai 2018 als Referentin für Pflegequalität für die Pflegedirektion des Elisabethenstifts in Darmstadt. So betreut sie unter anderem als Wundtherapeutin Patient(inn)en mit chronischen Wunden und berät die Pflegeteams. Mehr zu Andrea Maetzel

Dezember

Wegbereiterin: Schon kurz nach ihrer Einschulung 1944 erkrankte Ingeborg Pungs an Kinderlähmung, aber ihren Mut und Lerneifer verlor sie nicht. Mit 18 fand sie Halt in Gott und fand zu ihrer Bestimmung. 1960 trat sie dem Diakonissen-Mutterhaus Bleibergquelle in Velbert bei Düsseldorf bei. Fast fünf Jahrzehnte, bis zu ihrem Tod, engagierte sich Schwester Ingeborg Pungs an unterschiedlichen Stellen und Einrichtungen für Diakonie und die Pflege und für die Weiterentwicklung der Pflegeausbildung. Mehr zu Schwester Ingeborg Pungs

Wegbegleiterin: Kerstin Schneider-Stütz arbeitet seit über 20 Jahren in der geschützten Abteilung der Psychiatrie des Elisabethenstifts in Darmstadt. Eine Arbeit, die ihr schon in der Ausbildung Freude machte. Der respektvolle, menschliche und verständnisvolle Umgang mit den Patienten ist der gelernten Krankenschwester wichtig. Ihr Wissen im „Professionellen Deeskalationsmanagement“ gibt sie als Trainerin weiter – Übergriffe auf der Station sollen so vermieden werden. Mehr zu Kerstin Schneider-Stütz

November

Wegbegleiterin: Schon mit 17 Jahren machte Roswitha Behnis eine Ausbildung zur Krankenschwester am Frankfurter Markus-Krankenhaus. Sie wusste früh, dass sie in einem sozialen Beruf arbeiten wollte, auch wenn er der jungen Frau anfangs viel abverlangte. Heute, wenige Jahre vor der Rente, kann Roswitha Behnis
als Leiterin der Diakoniestation Niedernhausen auf viele Erfolge in ihrer Laufbahn blicken. Sie hat zahlreiche Verbesserungen zum Wohle kranker alter Menschen und ihrer Angehörigen auf den Weg gebracht und sieht so manches Projekt noch vor sich. Mehr zu Roswitha Behnis

Wegbegleiterin: Hannelore Rexroth hat Ökotrophologie studiert, Haushalts- und Ernährungswissenschaften – doch schon damals mit Schwerpunkt Institution Management. Sie will die Strukturen in Altenpflegeeinrichtungen und deren Nachbarschaft verbessern, alte Menschen aus der Isolation holen. Qualitätsmanagement bedeutet für sie: ein aktives Leben bis ins hohe Alter in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Daran arbeitet sie als Geschäftsführerin der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE gGmbH jeden Tag. Mehr zu Hannelore Rexroth

Oktober

Wegbereiterin: Sie hatte ein Lächeln auf den Lippen, selbst wenn sie Klartext redete. Maria Ling war eine Bethanien-Diakonisse, die sich durchsetzen konnte, ohne dabei verbissen zu sein. Ihre Fröhlichkeit und Offenheit brachte sie bis nach Tansania, wo sie als Unterrichtsschwester für eine moderne Entwicklungsarbeit eintrat. Mehr zu Maria Ling

Wegbegleiterin: Das Leben hat Ulrike Goldmann viele Veränderungen beschert, doch gerade das liebt die 59-Jährige: Vielfalt und Herausforderung. Eigentlich wollte sie Ärztin werden, aber dann entdeckte sie die Pflege für sich. Fast 20 Jahre hat die Mutter von sechs Kindern in Bethlehem gelebt und den Nahost-Konflikt hautnah erlebt. Zurück in Deutschland wandte sie sich der Altenpflege zu. Heute lehrt sie angehenden Pflegekräften, dass ein würdevoller Umgang und die bewusste Beziehung zu den Menschen das höchste Gut sind. Mehr zu Ulrike Goldmann

September

Wegbereiterin: Im Leben von Irmgard Pauli haben sich die Dinge immer irgendwie ergeben. Irgendwie wurde sie Gemeindeschwester, dann Pflegedienstleitung, später Vorstandsmitglied. Nur einmal musste sie wirklich hart kämpfen, durchsetzen, was sie für richtig hielt – auch gegen den Willen der Kirche. Für ihre Mitarbeitenden riskierte sie schließlich ein Disziplinarverfahren. Ihr Motto: "Eine Pflegestation ist nichts ohne gute Mitarbeiter..." Mehr zu Irmgard Pauli

Wegbegleiterin: Sie wollte in die Pflege. Also wurde sie Krankenschwester. Andrea Malter hat an diesem Entschluss standhaft festgehalten, auch als ihre Lehrer sie umstimmen wollten, selbst dann noch, als sie krank wurde und ihr die Ärzte von diesem Beruf abrieten. Nein, sie arbeitet immer noch für die Diakoniestation Offenbach. Heute nennen ihre Patienten sie einen Engel. Sie sagt: "Einmal Pflege, immer Pflege!" Mehr zu Andrea Malter

August

Wegbereiterin: Kurz nach dem Ruhestand schaut Daniela Höfler-Greiner zurück: auf lange Jahre der Leitung von zwei Diakoniestationen, darauf, wie sie das Handy als Arbeitsgerät eingeführt hat und eine Vorreiterin bei der mobilen Datenerfassung war, wie sie eine ungewöhnliche Fortbildungsreihe initiierte – und damit nicht nur zur Aufwertung des Pflegeberufs beigetragen hat, sondern auch dazu, dass in Frankfurt das evangelisch-diakonische Profil geschärft wurde. Denn auch Daniela Höfler-Greiner ist eine Frau mit Profil und der Überzeugung, man dürfe nie vergessen, dass wir es in der Pflege mit Menschen zu tun haben. Mehr zu Daniela Höfler-Greiner

Wegbegleiterin: Sie ist als Quereinsteigerin zur Pflege gekommen. Erst im besten Alter wurde Kerstin Lutz von der Sekretärin zur Pflegehelferin beim Hessischen Diakonieverband. Umso leidenschaftlicher engagiert sie sich heute als Vorsitzende der Mitarbeitervertretung und ringt um gute Dienstvereinbarungen. Dabei ist sie froh, endlich sagen zu dürfen, was sie denkt. Mehr zu Kerstin Lutz

Juli

Wegbereiterin: Die Tatkraft von Bärbel Schmidt wurzelt tief. Der Wunsch zu pflegen reicht bis in die Kindheit zurück, genauso wie der Wunsch, bei der Arbeit eine zweite Heimat zu finden. Als Stationsleitung im Heimathaus des Hessischen Diakonievereins und in der Lokalpolitik scheute sie sich nicht, anzuecken und
bewies besonderes Durchsetzungsvermögen. Ihr Leitmotiv begleitete sie dabei:
"Was Du nicht willst, dass man Dir tut..." Mehr zu Bärbel Schmidt

Wegbegleiterin: Donata Brehm musste viele Hürden in ihrem Leben nehmen:
Wegen ihrer italienischen Familie diskriminiert, durch Krankheiten gebeutelt. Mit trotzigem Kampfgeist setzte sie sich immer wieder durch. Dabei stets im Blick:
Ihr Traum, als Krankenschwester nicht nur zu pflegen, sondern auch medizinische Expertise anzuwenden. Und trotzdem hat die stellvertretende Pflegedienstleiterin
nie vergessen, was wirklich zählt. Sie sagt: "Herz und Wissen sind die besten Tabletten..." Mehr zu Donata Brehm

Juni

Wegbereiterin: Ursula Schneider gründete eine Krankenpflegeschule, das Christliche Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe in Kassel. Mit ihrem innovativen Vorstellungsvermögen, ihrer Überzeugungskraft und ihrem Mut zur Vielfalt hat Ursula Schneider eine einmalige Schuleinrichtung gegründet und damit zur Professionalisierung des Berufsstandes beigetragen. Sie sagt: „Das Gestern lieben, für das Morgen leben.“ Mehr zu Ursula Schneider

Wegbegleiterin: Annegret Mittelbach ist Palliativpflegefachkraft und Trauerbegleiterin aus Kassel und stellvertretende Leitung des Stationären Hospizes Kassel. Mit ihrer besonders professionellen Empathie begleitet und pflegt sie Menschen. Dabei ist sie selbst in der Trauerarbeit äußerst hoffnungsvoll. Ihr Motto: "Wegbegleiterin für die Schwachen...." Mehr zu Annegret Mittelbach

Mai

Wegbereiterin: Solveigh Schneider kämpfte für eine bessere Qualifizierung und für mehr Akzeptanz des Pflegeberufs in der Gesellschaft. Als Verhandlungsführerin der rheinland-pfälzischen Spitzenverbände trat sie für bessere Pflege- und Arbeitsbedingungen ein. Sie sagt: "Immer strebe zum Ganzen..." Mehr zu Solveigh Schneider

Wegbegleiterin: Immer ganz nah dran am Patienten- und am Mitarbeitendenwohl - Martina Desch ist eine der wenigen weiblichen geschäftsführenden Pflegedienstleitungen und agiert als Mutmacherin und Chancengeberin. Sie sagt: „Jeder Mensch hat ein Recht auf besondere Aufmerksamkeit…“ Mehr zu Martina Desch

April

Wegbereiterin: Eine starke Führungsperson und eine Frau, die wusste, was sie wollte - Marlies Grüber konnte sich durchsetzen. Gegen Männer in Leitungsfunktionen, ihre Oberin, sogar gegen ihre eigenen Eltern. Sie sagte: "Danke! Es ist nicht selbstverständlich, was Sie tun." Mehr zu Marlies Grüber

Wegbegleiterin: Sie hält ihren Finger am Puls der Zeit und ihren Blick nach vorne gerichtet - Gabriele Roettger kann auf 35 Jahre im Pflegeberuf und 11 Jahre in der Leitung von Alten- und Pflegeeinrichtungen zurückschauen. Sie sagt: "Vorwärts immer, rückwärts nimmer..." Mehr zu Gabriele Roettger

März

Wegbereiterin: Line Fresenius hat in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Hessischen Diakonieverein geleitet, die Fusion mit dem Rheinisch-Westfälischen Diakonieverband gemanagt und ist gegen die Nazis standhaft geblieben. Sie sagte: „Freut euch, ihr habt einen schönen Beruf, der Sinn macht.“ Mehr zu Oberin Line Fresenius

Wegbegleiterin: Ingrid Mauritz ist Pflegedirektorin bei den Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken. Sie steht für fortschrittliche Pflegeorganisation und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie sagt: „Ich kann die Zukunft aktiv mitgestalten und dabei Neues ausprobieren. Dafür bin ich dankbar.“ Mehr zu Ingrid Mauritz

Weitere Informationen

www.starke-frauen-pflege.de