Februar 2020

#wärmespenden: Lesung mit Schauspielerin Sabine Wackernagel in Hofgeismar

Projekt #wärmespenden für Menschen in Wohnungsnot


Am Donnerstag, den 13. Februar, findet um 14 Uhr  im Tagestreff Kanapee des Diakonischen Werks Region Kassel (Poppenhäuser Weg 3, 34369 Hofgeismar) eine Lesung mit Schauspielerin Sabine Wackernagel statt. Sie ist Unterstützerin des Projekts #wärmespenden und liest in diesem Rahmen aus „Ich war Schneewittchens Stiefmutter - Eine Märchencollage“.  

Das Projekt #wärmespenden, eine Kooperation der Diakonie Hessen und der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“, verbindet Soforthilfe und bürgerschaftliches Engagement. Alle eingehenden Spenden werden durch die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ verdoppelt. Von dem Geld werden winterfeste Schlafsäcke und Isomatten gekauft. Straßensozialarbeitende der Diakonie Hessen verteilen diese an Menschen, die trotz widriger Wetterbedingungen nicht die im Land Hessen existierenden Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe aufsuchen wollen oder können.
„Verdopplung der Spenden“ heißt in diesem Fall auch „Verdopplung der Wirkung“:
Menschen werden mit den Schlafsäcken nicht nur vor dem Erfrieren geschützt, sondern auch der Kontakt zur professionellen Hilfe wird hergestellt.

Die Spendenaktion wird in der Saison 2019/20 von zahlreichen prominenten Persönlichkeiten unterstützt. Unter anderem machen sich folgende Personen für die Aktion stark:

• Dr. Beate Hofmann (Bischöfin Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck)
• Ulrike Scherf (stellv. Kirchenpräsidentin Ev. Kirche in Hessen und Nassau)
• Staatsminister Axel Wintermeyer (Chef der Staatskanzlei)
• Ulrike Folkerts (Schauspielerin)
• Urban Priol (Kabarettist)
• Franziska Reichenbacher (TV-Moderatorin und Lottofee)
• Rudi Völler (Fußballweltmeister)

Weiter Informationen finden Sie unter:

Wärmespenden

Spendenkonto:
Evangelische Bank
DE12 5206 0410 0004 0506 06
Stichwort „Wärmespenden“

Ausgangssituation

Nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe Deutschland (BAG W) leben derzeit ca. 860.000 Menschen in Deutschland ohne vertraglich abgesicherten Wohnraum. Hiervon leben etwa 52.000 Menschen tatsächlich auf der Straße. Aufgrund der noch fehlenden statistischen Erfassung lassen sich für den Landkreis und die Stadt Kassel keine genauen Zahlen benennen.

Die Diakonie stellt mit 85 Diensten und Einrichtungen in Hessen ein großes Hilfenetz in der Wohnungsnotfallhilfe zur Verfügung. Menschen, die ohne Wohnung leben oder von Wohnungsverlust bedroht sind, können wie beim Diakonischen Werk Region Kassel in Hofgeismar verschiedene Betreuungs- und Beratungsangebote, hier z. B. eine Fachberatungsstelle, einen Tagestreff, Übergangswohnungen oder Betreutes Wohnen in Anspruch nehmen. Trotzdem gibt es Menschen, die aus ganz unterschiedlichen und individuellen Gründen auch bei Minustemperaturen nicht den Weg zu den Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe gehen wollen.

Diakonisches Werk Region Kassel

Das Diakonische Werk Region Kassel bietet Beratung und Hilfe in den Bereichen „Beratung und Begleitung“, „Integration und Inklusion“, „Wohnen und Abhängigkeit“, „Jugend und Familie“ sowie einigen assoziierten Organisationen. In Stadt und Landkreis Kassel unterhält es zahlreiche Beratungsangebote, Treffpunkte und ambulante Dienste. Derzeit arbeiten hier über 180 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Wohle der Menschen in Stadt und Landkreis zusammen. Hinzu kommen zahlreiche Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren.

Die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“

Die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ versteht sich als Unterstützer für bestehende Initiativen und Organisationen, die auf unbürokratische Hilfen angewiesen sind. Sie fördert unter anderem die Gründung von Bürgerstiftungen in Hessen und hilft bestehenden Stiftungen durch Qualifizierungsangebote. Sie stärkt das Genossenschaftswesen in Hessen und steht als Ansprechpartner für Vereine und Stiftungen sowie für ehrenamtlich Engagierte zur Verfügung. Die Landesstiftung bringt Vereine und Initiativen mit anderen Organisationen in Hessen zusammen, um beispielhaftes gemeinsinnorientiertes Engagement Einzelner auch für andere zugänglich zu machen.