September 2017

Wohnen ohne Anmeldung

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, Frankfurt am Main


Die Tagung „Wohnen ohne Anmeldung“ am 7. September im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main befasst sich mit Orten, an denen Menschen wohnen und arbeiten, aber keinen Status der Anmeldung haben. Dieser fehlende Status hat gravierende Folgen für sie in Bezug auf Gesundheitsversorgung, Zugang zu Bildung, Arbeitsmöglichkeiten und vieles andere mehr. Die deutsche und europäische Politik werden zunehmend restriktiv gegenüber Menschen, die ein Auskommen und/oder Schutz in Europa suchen: Mehr Abschiebungen und soziale Ausgrenzung werden offiziell gefördert, Flüchtlinge und Asylsuchende werden unter Druck gesetzt, „freiwillig“ in ihre Herkunftsländer zurückzukehren, was Unsicherheit und Verunsicherungen bei Geflüchteten nach sich zieht. All diese Tendenzen führen zu einer wachsenden Zahl von Menschen, die in prekären Situationen oder ohne jeden Aufenthaltstitel hier leben.

Veranstalter und Kooperationspartner sind:

Diakonie Hessen, Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung Landesgruppe Hessen Rheinland-Pfalz Saarland, Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Evangelischer Regionalverband Frankfurt am Main, Deutsches Architekturmuseum, Amt für Multikulturelle Angelegenheiten Frankfurt.

Beitrag der Diakonie Hessen

Mit dabei ist auch Pfarrer Andreas Lipsch, Leiter der Abteilung Flucht, Interkulturelle Arbeit und Migration der Diakonie Hessen. Er führt um 11 Uhr zum Thema "Menschen und Orte. Wohnen ohne Anmeldung" ein und präsentiert Videos mit Fallbeispielen aus dem Raum Frankfurt / Rhein-Main. Von 13:30 bis 15 Uhr moderiert Lipsch die Arbeitsgruppe 3 zum "Bürgerasyl - Bürgerengagement zwischen Menschen- und Ordnungsrecht".

Anmeldung bis zum 30.8.2017 unter info(at)makingheimat.de

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Flyer (Download)


Dateien:
Wohnen ohne Anmeldung Tagung2.4 M