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EU-Bürger/innen zwischen europarechtlichen Restriktionen und menschenwürdigem Existenzminimum

Die Einführung des „Gesetzes zur Regelung von Ansprüchen ausländischer Personen in der Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch und in der Sozialhilfe nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch“ Ende 2016 hat bundesweit dazu geführt, dass vielen EU-Bürgern die Sozialleistungen gestrichen wurden.

Einige Kommunen in Hessen fordern die Betroffenen zur Ausreise auf oder drohen ihnen sogar mit Abschiebung in das Herkunftsland. Sichtbare Folgen sind Wohnungslosigkeit, mangelnde Hilfeangebote, Verschärfung der Armutslebenslage und die Gefahr der Ausbeutung durch Desintegration auf dem Arbeitsmarkt.

Diese Entwicklung spüren in den letzten Monaten vor allem die Beraterinnen und Berater der Fachdienste Wohnungslosenhilfe und Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer. Gerade in den Tagesaufenthalten der Wohnungsnotfallhilfe
tauchen Menschen auf, für die sich die Einrichtungen vielerorts nicht zuständig fühlen.

In der Fortbildung soll es, neben einer Einführung in das EU-Freizügigkeitsrecht und die Situation der EU-Länder in Osteuropa, um Kooperationsmöglichkeiten und Vernetzung beider Fachdienste gehen, um Menschen aus EU-Ländern zu ihrem Recht zu verhelfen um ein menschenwürdiges Leben in Deutschland zu ermöglichen.

Kursnummer

P-3166

Kategorie

  • Sozialarbeit

Datum

14.12.2017

Zeit

09:30–16:00

Ort

Diakonie Hessen - Frankfurt
Ederstraße 12, 60486 Frankfurt

Raum

großer Saal

Sprache

Deutsch

Preis

kostenlos

Programm
09:30 Uhr Ankommen und Begrüßungskaffee
10:00 Uhr Begrüßung und Einführung (Stefan Gillich)
10:15 Uhr Die Situation in den EU-Ländern Polen, Bulgarien, Rumänien (Marzena  Wojdyla, Darija Kämmerer, EHAP-Projekt Frankfurt) 
11:00 Uhr Pause
11.15 Uhr Einführung in das EU-Freizügigkeitsrecht – Erneuerungen im Bereich
SGB II und SGB XII (Karin Diehl)
12:30 Uhr Mittagspause
13:15 Uhr Möglichkeit von Rückfragen zu Einzelfällen aus der Beratungsarbeit
14:00 Uhr Austausch arbeitsfeldbezoger Handlungsmöglichkeiten: Kooperation und Vernetzung
15:30 Uhr Auswertung und Perspektiven (Martha Prassiadou-Kara)
16:00 Uhr Ende der Fortbildung

Zielgruppen

  • Mitarbeitende aus der Flüchtlingsarbeit
  • Mitarbeitende der Wohnungsnotfall- und Straffälligenhilfe
  • Interessierte

Veranstalter

Stabsstelle Personalentwicklung der Diakonie Hessen

Telefon: 069-7947-6305
Fax: 069-7947-996305
E-Mail: fortbildung(at)diakonie-hessen.de

Anmeldeschluss

14.11.2017


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Kontakt

Referat Personalentwicklung
Gabriele Gottschalk
Telefon: 069 7947-6305
Telefax: 069 7947-996305
fortbildung(at)diakonie-hessen.de