August 2019

Bundestagsabgeordneter Koob besucht Freiwillige im FSJ und BFD im Haus Gottesgabe in Bad Homburg

Markus Koop: Freiwilligendienst ermöglicht früheres soziales Engagement


Barbara-Sophie Schäfer, Sandra Hagenkötter, Bastian Forth, Stefanie Eisfeld, Ingrid Pontzen, Tobias Trapp, MdB Markus Koob (v.l.n.r.)
 

Barbara-Sophie Schäfer, Sandra Hagenkötter, Bastian Forth, Stefanie Eisfeld, Ingrid Pontzen, Tobias Trapp, MdB Markus Koob (v.l.n.r.)

Markus Koob, Bundestagsabgeordneter der CDU, hat am Dienstag, 27. August, die Freiwilligen im FSJ und BDF im Haus Gottesgabe in Bad Homburg besucht. Dies geschah im Rahmen der aktuellen bundesweiten Sympathiekampagne, in der auf die wichtigen Leistungen der Freiwilligendienste aufmerksam gemacht wird. Im Gespräch mit den Freiwilligen und Verantwortlichen erkundigte sich Koob über die Arbeit und lernte die Einrichtung als Einsatzstelle ebenso kennen wie den Träger, die Evangelischen Freiwilligendienste der Diakonie Hessen. So konnte er sich vor Ort von der Vielfalt und der positiven Wirkung eines Freiwilligendienstes überzeugen.

Freiwillige geben Kinder und Jugendliche zusätzlich Aufmerksamkeit

Tobias Trapp, Geschäftsführer der Einrichtung, betonte im Gespräch mit dem Abgeordneten die Bedeutung der Freiwilligen, durch die die Kinder und Jugendlichen eine große Zuwendung durch zusätzliche Angebote erhalten. Für die Freiwilligen entsteht durch das Engagement ebenfalls ein Mehrwehrt. Für die Weiterentwicklung der Vorstellungen über die eigene berufliche Zukunft sei der Freiwilligendienst eine wichtige Zeit im Lebensabschnitt. Trapp: „Die Entscheidung für einen sozialen Beruf gelingt am besten durch das eigene Erleben, nur so wird es nachhaltig.“

Freiwilligendienst kann bei Berufswahl helfen

Die pädagogische Referentin der Evangelischen Freiwilligendienste Sandra Hagenkötter ergänzte: „Vielfalt erfahren, sich in der Gruppe der Freiwilligen austauschen und selbst etwas bewirken – das sind nur einige der Qualitätsmerkmale der Freiwilligendienste, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.“ Und Bastian Forth, der sich aktuell im Freiwilligendienst befindet, berichtet, dass er sich vor der Arbeit im Haus Gottesgabe kein soziales Studium hätte vorstellen können. „Ich hatte große Freude an der Arbeit mit den Kindern und es war für mich sehr sinnstiftend, sodass ich nach dem Freiwilligendienst Erziehungswissenschaften studieren werde“, erzählte er im Gespräch mit dem Abgeordneten.

Zahl der Freiwilligen ist rückläufig

Markus Koob informierte sich außerdem über die politischen Rahmenbedingungen der Freiwilligendienste und die zukünftig zu erwartenden Trends. Ingrid Pontzen, Pädagogische Leiterin der Evangelischen Freiwilligendienste und Vertreterin der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste in Hessen, wies in diesem Zusammenhang auf die leicht rückläufige Zahl der Freiwilligen hin. Die bundesweiten Träger der Freiwilligendienste hätten bereits Konzepte erarbeitet, um weitere Zielgruppen zu erreichen und die Freiwilligendienste inklusiver zu gestalten. Dies sei aber nicht umsonst zu haben: "Der Erhalt und weitere Ausbau der Fördermittel für FSJ und BFD ist eine wesentliche Voraussetzung für die Träger, die Qualität der Freiwilligendienste auch langfristig zu erhalten.“

Koob: Früher Kontakt mit sozialem Engagement wichtig für Gesellschaft

Koob zeigte großes Verständnis für diese Situation und versprach, sich für die nötige politische Unterstützung einzusetzen. Er bestätigte außerdem: „Für die Gesellschaft ist es äußerst wichtig, wenn sich möglichst viele schon früh mit sozialem Engagement auseinandersetzen, in einem Freiwilligendienst wird dies bestens ermöglicht.“ Ob dies verpflichtend sein soll? Markus Koobs Tendenz ist dabei eindeutig: „Lieber mit Freiwilligkeit als mit Zwang.“

Hintergrundinformationen

Evangelische Kinder- und Jugendhilfe in Bad Homburg Haus Gottesgabe gGmbH

Das Haus Gottesgabe versteht sich als dezentral aufgebaute Institution der freien Kinder- und Jugendhilfe, die individuelle Hilfsangebote je nach der Problemlage der Kinder und Jugendlichen entwickelt. Der räumliche Schwerpunkt der Einrichtung befindet sich im Hochtaunuskreis. Neben den drei Stammhäusern in Bad Homburg (Kolberger Weg/Leopoldsweg) betreibt die Einrichtung eine Außenwohngruppe in Oberursel, eine Gruppe »Betreutes Wohnen« und mehrere sozialpädagogische Familienstellen. Außerdem gibt es eine Inobhutnahme, ambulante Betreuungsmaßnahmen und ein Ferienhaus. Zur Zeit werden 75 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betreut. Die Einrichtung ist Mitglied in der Diakonie Hessen und Einsatzstelle für Freiwillige im FSJ und BFD der Evangelischen Freiwilligendienste. Jährlich sind 4 Plätze im Freiwilligendienst zu besetzen, eine Bewerbung ist auch jetzt noch möglich.

Evangelische Freiwilligendienste

Die Diakonie Hessen ist Träger der Freiwilligendienste Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD) sowie der Internationalen Freiwilligendienste. Für die Vermittlung und Begleitung von Freiwilligen sind die Evangelischen Freiwilligendienste an zwei Standorten in Frankfurt und in Kassel sowie in verschiedenen Regionalbüros vertreten. Sie vermitteln Einsatzplätze in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, in der Altenhilfe, Krankenpflege, sowie in ambulanten Diensten, Ganztagsschulen, Kirchengemeinden und ökologischen Arbeitsbereichen. Jedes Jahr werden etwa 700 Freiwillige in rund 500 Einrichtungen in allen Landkreisen Hessens, in Teilen von Rheinland-Pfalz sowie in Schmalkalden in Thüringen eingesetzt. In der Regel dauert der Einsatz ein Jahr, er kann aber auch flexibel ab sechs Monaten oder bis 18 Monate verlängert geleistet werden. Außerdem ist ein Start nicht nur im August/September eines Jahres, sondern durchgehend in jedem Monat möglich.

Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste Hessen (LAG Freiwilligendienste)

Die Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste Hessen ist der Zusammenschluss von über 30 Trägern der Freiwilligendienste in Hessen. Das Spektrum der Träger reicht von der Hessischen Sportjugend bis hin zu kirchlichen und anderen Trägern der freien Wohlfahrtspflege. Die Träger sind zuständig für die pädagogische Begleitung der Freiwilligen im FSJ und BFD. Die Landesarbeits-gemeinschaft setzt sich für einen qualitativen und quantitativen Ausbau der Freiwilligendienste in Hessen ein und möchte zivilgesellschaftliches Engagement stärken. Besonders inklusive Ansätze sind ihr wichtig. Bei einem Träger ist für die Landesarbeitsgemeinschaft eine Koordinationsstelle für den Freiwilligendienst für Geflüchtete eingerichtet, die vom Land Hessen gefördert wird.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste ist Ansprechpartnerin für Ministerien und Fraktionen, bietet Fortbildungen für die pädagogischen Mitarbeitenden der Träger an und arbeitet bundesweit u.a. mit dem Bundesarbeitskreis FSJ zusammen.

Hinweise für Redaktionen

Gerne vermitteln wir Ihnen Interviewpartner*innen und Kontakte zu Freiwilligen.
www.ev-freiwilligendienste-hessen.de
www.fsj-hessen.de