Oktober 2018

Dagmar Jung neue Leiterin Abteilung Gesundheit, Alter, Pflege

Zentrale Anliegen: Pflege und Altersbilder


Dagmar Jung, neue Leiterin der Abteilung Gesundheit, Alter, Pflege. Foto: Viktoria Hitchman
 

Dagmar Jung, neue Leiterin der Abteilung Gesundheit, Alter, Pflege. Foto: Viktoria Hitchman

Neue Leiterin der Abteilung Gesundheit, Alter, Pflege der Diakonie Hessen ist ab 1. November Dagmar Jung. Zuvor war die Psychologin viele Jahre in der Abteilung zuständig für Altersfragen, Demenz, Wohnangebote, Prävention und Gesundheitsförderung hochaltriger Menschen. „In Zukunft möchte ich mich für die gesellschaftliche Aufwertung und bessere Rahmenbedingungen von Pflegekräften und Pflegeeinrichtungen aber auch von pflegenden Angehörigen einsetzen“, so Dagmar Jung, die ihren Dienstsitz in Frankfurt hat. Eines ihrer zentralen Anliegen sei zudem, mit Hilfe von Prävention der Pflegebedürftigkeit vorzubeugen und den vorhandenen negativen Altersbildern entgegenzuwirken. Jung tritt die Nachfolge von Barbara Heuerding an, die nach 17 Jahren bei der Diakonie Hessen zum Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) in Berlin als Geschäftsführerin wechselt.

Vita Dagmar Jung

Nach dem Besuch des Abendgymnasiums in Darmstadt studierte Dagmar Jung Psychologie mit dem Schwerpunkt Gerontologie an der Freien Universität Berlin und kehrte anschließend nach Hessen zurück. Seit Dezember 1988 ist sie für die Diakonie in der Landesgeschäftsstelle Frankfurt tätig, zunächst als Fachberaterin Altenhilfe, später als Referentin für angewandte Gerontologie. Bereits vor der Einführung der Pflegeversicherung erkannte sie die Leerstelle zwischen dem Altenhilfesystem und der Pflege. In der Folge initiierte und begleitete sie Beratungsangebote für alte und hilfebedürftige Menschen und deren Angehörige. Seit 2002 entwickelte sie im Rahmen von mehreren Modellprojekten, finanziert vom Land Hessen und den Verbänden der Pflegekassen, in verschiedenen Landkreisen spezielle Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Ein teilhabeorientiertes Gesundheitsförderungsprojekt für Menschen mit und ohne kognitive Einschränkungen, das sie seit 2011 gemeinsam mit der Bildungsakademie des Landessportbundes in Hessen entwickeln und dauerhaft verankern konnte, macht gegenwärtig in anderen Bundesländern Schule. Dagmar Jung versteht sich als Netzwerkende mit Akteuren des Altenhilfesystems, des Pflegesystems und der Kirchen genauso wie mit Kulturorganisationen, z. B. den Museumsverbänden in Hessen und Rheinland-Pfalz und mit Selbsthilfeinitiativen. Sie war Mitinitiatorin des Netzwerks „Leben im Alter“ in der EKHN und fungiert seit 4 Jahren als dessen Sprecherin.

Vita Barbara Heuerding

Zum 1. November verlässt Barbara Heuerding die Diakonie Hessen und wird Geschäftsführerin des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe e.V. in Berlin. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften in Marburg und Canterbury sowie Rechtsrefendariat am Landgericht Marburg und in Windhoek, zog es die gebürtige Niedersächsin nach Frankfurt und zum Diakonischen Werk in Hessen und Nassau, eine der beiden Vorgängerorganisationen der Diakonie Hessen. Sie begann als Referentin für Kinder-, Jugend- und Familienrecht und übernahm dann das gesamte Sozialrecht. In dieser Zeit initiierte Heuerding etwa die Kinderschutzkommission, setzte sich erfolgreich für die Finanzierung der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungen ein und vertrat den Vorstandsvorsitzenden im Vorstand der Liga Hessen. Im Rahmen der Fusion der beiden Diakonischen Werke zur Diakonie Hessen wurde Heuerding Leiterin des größten Mitgliederbereiches Gesundheit, Alter, Pflege und Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Altenhilfe und Pflege. Sie hat die Abteilung neu aufgestellt und die Kampagnen „Tag der Pflege“ und „Starke Frauen in der Pflege“ mit initiiert. Zuletzt hat Heuerding zusammen mit Dr. Carmen Berger-Zell das Buch „Niemand soll vergessen sein – Bestatten, Gedenken, Erinnern“ geschrieben.

Abteilung Gesundheit, Alter, Pflege der Diakonie Hessen

Menschen pflegen, versorgen, betreuen und beraten: Das ist die Aufgabe der ambulanten Pflegedienste, stationären Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser sowie der regionalen Diakonischen Werke unter dem Dach der Diakonie Hessen. Ihr gemeinsames Ziel ist die Lebensqualität und Gesundheit von kranken und pflegebedürftigen Menschen sowie deren Angehörigen zu erhalten und ihnen ein selbständiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Die Abteilung Gesundheit, Alter, Pflege der Diakonie Hessen unterstützt ihre Mitglieder mit ihren Einrichtungen bei der Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen. Die Abteilung setzt sich für bessere Rahmenbedingungen in Politik und Gesellschaft ein und fordert mehr Zeit für Nähe und Zuwendung. Zu den Themen der Abteilung gehören Alter und Gemeinwesen, ambulante und stationäre Pflege, Krankenhauswesen, Hospiz- und Palliativpflege, Theologie und Ethik sowie die Projekte „Diakonie- und Sozialstationen 2.0“, „Fachkraftsicherung in der Pflege“ und „Innovative Pflegefachkraftsicherung“. Mehr...