November 2018

Zusammenfassung Mitgliederversammlung: Neuer Vorsitzender Kartmann, Weiterentwicklung Diakonie Hessen, Menschen und Mitglieder im Blick

Zusammenfassung der Ergebnisse der Mitgliederversammlung: Landtagspräsident Kartmann neuer Vorsitzender - Stellvertretenden Vorsitz übernimmt Pröpstin Katrin Wienold-Hocke (Sprengel Kassel) – Diakonie Hessen nimmt Menschen und Mitglieder in den Blick – 170 Vertreter der Diakonie Hessen beraten in Offenbach über Weiterentwicklung des Wohlfahrtsverbands


Der aktuelle Hessische Landtagspräsident Norbert Kartmann ist neuer Vorsitzender der Mitgliederversammlung der Diakonie Hessen. Dies ist das Ergebnis der Wahl der Mitgliederversammlung, zu der am Mittwoch rund 170 Vertreter*innen der Diakonie Hessen im Capitol in Offenbach zusammengekommen sind. „Ich bin schon seit Jahren eng mit der Diakonie verbunden und setze mich für diakonische Projekte im In- und Ausland ein“, sagte Kartmann im Anschluss zu seiner Wahl. „Nach 16 Jahren als Landtagspräsident ziehe ich mich aus diesem Amt zurück und kann meine gewonnene Zeit vermehrt in die Diakonie Hessen einbringen.“ Kartmann ist bereits seit 2005 Mitglied des Stiftungskuratoriums und seit 2008 Vorsitzender des Beirats des Stiftungsfonds DiaDem, der Demenz-Stiftung der Diakonie Hessen. Zudem ist Kartmann Ehrenritter des Johanniterordens und Beiratsmitglied der Johanniter Unfall-Hilfe, einem Mitglied der Diakonie Hessen. Mit der Wahl von Norbert Kartmann zum Vorsitzenden ist satzungsgemäß auch der stellvertretende Vorsitz neu gewählt worden. Diese Aufgabe übernimmt künftig Katrin Wienold-Hocke, Pröpstin im Sprengel Kassel und Vorsitzende von FRANKA, dem Förderverein der Kasseler Fachberatungsstelle für Frauen in Not. Mehr Infos

Menschen und Mitglieder im Blick

Dr. Harald Clausen, Vorstand der Diakonie Hessen, sagte zum Bericht, den er und sein Vorstandskollege Wilfried Knapp bei der Versammlung vorstellten: „Wir verstehen uns als Mitgliederverband mit kirchlichem Auftrag, der sowohl die Interessen der Mitglieder als auch der Kirchen in den Blick nimmt. Zusammen mit unseren Mitgliedern und Kirchen wollen wir für die Menschen da sein. Nur so können wir den aktuellen Herausforderungen wie „Digitalisierung“ und „Fachkräftegewinnung“ begegnen. Dafür entwickeln wir die Diakonie Hessen stetig weiter“, so Harald Clausen. „Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sich rasant“, ergänzt Vorstand Wilfried Knapp. „Zunehmender Rechtspopulismus und stete Politikverdrossenheit zeigen, dass die Stimme der Diakonie nötiger denn je ist. Als das Werk der Kirchen setzen wir uns für kirchliche und demokratische Grundwerte ein. Denn Diakonie und Kirche sind untrennbar miteinander verbunden. Wir stellen uns unserer politischen Verantwortung und übernehmen als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege die Anwaltschaft für die Menschen, die viel zu oft unerhört bleiben. Für ihre Teilhabe und den Erhalt unserer Demokratie setzen wir uns ein.“

Zeichen gegen Rechtspopulismus setzen

Die Diakonie Hessen setzt ein klares Zeichen gegen rechts. Bis Ende 2019 läuft in dem Wohlfahrtsverband das Projekt „Demokratie gewinnt! Mit der Diakonie Hessen“. Es ist Teil des bundesweiten Programms „Zusammenhalt durch Teilhabe“. Projektleiterin ist Politikwissenschaftlerin Dr. Sybille De La Rosa, die das Projekt auf der Mitgliederversammlung vorgestellt hat. Im Zentrum steht die Frage, wie der Wohlfahrtsverband Demokratie fördern, ausgrenzende und diskriminierende Handlungen thematisieren und sich rechten Strömungen entgegensetzen kann. Außerdem wird diakonische Arbeit darauf untersucht, ob die Möglichkeiten der Teilhabe erschöpft wurden. Angebote des Projekts sind zum Beispiel Workshops, Weiterbildungen und die Begleitung von Mikroprojekten, in denen neue demokratische Diskussions- oder Konfliktlösungstechniken ausprobiert werden können. Mehr Infos

Jahresabschluss Diakonie Hessen 2017

Die Diakonie Hessen hat 2017 mit insgesamt 1.593 hauptamtlichen Mitarbeitenden (ca. 1.138 Vollzeitstellen) ein Betriebsergebnis von ca. einer Million Euro erwirtschaftet. Der Überschuss wurde wie immer vollständig in die Rücklagen eingestellt. Erträgen von rund 107 Millionen Euro, die zu 75 Prozent in den regionalen Diakonischen Werken in Hessen und Nassau anfielen, standen Aufwendungen von rund 106 Millionen Euro gegenüber.

Weitere Informationen

Alle Pressemeldungen und Fotos zur Mitgliederversammlung der Diakonie Hessen unter: mitgliederversammlung.diakonie-hessen.de

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