März 2017

Leitungswechsel im Diakonischen Werk Hochtaunus

Michael Hibler nach 30 Jahren in Ruhestand verabschiedet – Stefanie Limberg wird neue Leiterin


Leitungswechsel im DW Hochtaunus: Stefanie Limberg folgt auf Michael Hibler (Fotos: Diakonie Hessen/Arno F. Kehrer)
 

Leitungswechsel im DW Hochtaunus: Stefanie Limberg folgt auf Michael Hibler (Fotos: Diakonie Hessen/Arno F. Kehrer)

 

 

 

Nach 30 Jahren in der Leitung des Diakonischen Werks Hochtaunus wurde Michael Hibler heute in Bad Homburg in der Christuskirche feierlich aus seinem Amt verabschiedet. Nachfolgerin ist Stefanie Limberg, die bisherige stellvertretende Leiterin des Diakonischen Werks und Bereichsleiterin des Tagesstättenteams.

„In einer Zeit, in der psychische Erkrankungen ein gesellschaftliches Tabu-Thema waren, hat Michael Hibler Pionierarbeit geleistet und ein umfangreiches Beratungs- und Betreuungsangebot für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen im Hochtaunuskreis aufgebaut“, sagte Vorstand Wilfried Knapp in seiner Laudatio für den bisherigen Leiter des Diakonischen Werks Hochtaunus. „Michael Hibler hat sich stets für ausgegrenzte Menschen eingesetzt und sie dazu ermutigt, ihre Stärken zu entdecken und eigene Wege zu finden“, sagte Wilfried Knapp weiter und überreichte Hibler das Goldene Kronenkreuz als Zeichen des Danks für langjähriges, herausragendes Engagement in der Diakonie. „Von ehemals vier Mitarbeitenden ist das Diakonische Werk Hochtaunus unter Michael Hibler auf ein Zentrum mit mehr als 50 hauptamtlich und etwa 250 ehrenamtlich Helfenden gewachsen.“

In einem Gottesdienst in der Bad Homburger Christuskirche wurde Hibler durch den Vorstandsvorsitzenden der Diakonie Hessen, Pfarrer Horst Rühl, und Dekan Michael Tönges-Braungart verabschiedet sowie seine Nachfolgerin Stefanie Limberg eingeführt.

Hibler hat während seiner Leitungstätigkeit zahlreiche soziale Dienste aufgebaut, wie etwa die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle, Betreutes Wohnen, eine Epilepsie-Beratung, Tagesstätten für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sowie an vier unterschiedlichen Standorten Tagesstätten für ältere Menschen. Zu den Angeboten, die Hibler initiierte, gehören auch die Allgemeine Sozialberatung und die Tafel im Hochtaunuskreis. Im vergangenen Jahr wurde die Unterbringung, Beratung und Begleitung von Flüchtlingen erheblich intensiviert.
Nachfolgerin Stefanie Limberg wird die Arbeit von Michael Hibler fortsetzen. Ein erstes Ziel Limbergs ist die Einrichtung einer inklusiven Tagesstätte sowie eines Aktivitätenhauses, in denen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam ihren Alltag gestalten.

Hier finden Sie weitere Fotos des Gottesdienstes und des Empfangs.

Stichwort: Das regionale Diakonische Werk Hochtaunus

Das Diakonische Werk Hochtaunus mit Sitz in Bad Homburg und weiteren Angeboten in Wehrheim, Friedrichsdorf und Grävenwiesbach hat als Hauptaufgabe die Begleitung und Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen (von der Schwangeren- über die Epilepsie- bis hin zur Täterberatung) sowie von Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Gemeindenah werden Angebote vorgehalten, um bei der Bewältigung des Alltags Hilfestellungen zu geben und die Selbständigkeit zu erhalten (z. B. das Mehrgenerationenhaus in Wehrheim). In den letzten drei Jahren ist die Arbeit mit Flüchtlingen zu einem neuen Schwerpunkt geworden. In Kooperation und Vernetzung mit den Kirchen und anderen Wohlfahrtsverbänden wirkt das Diakonische Werk Hochtaunus an der Gestaltung einer sozialen Gemeinschaft mit. Das Diakonische Werk Hochtaunus will zu einer solidarischen und sozial gerechten Gesellschaft beitragen, indem es getreu dem Motto „Hilf mir, es selbst zu tun“ der Ausgrenzung Benachteiligter, Erkrankter und in Not geratener Menschen entgegenwirkt. Im regionalen Diakonischen Werk Hochtaunus arbeiten zurzeit über 50 hauptamtlich und ca. 250 ehrenamtlich Mitarbeitende.

Stichwort: Diakonie Hessen

Die Diakonie Hessen ist 2013 aus der Fusion des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau und des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck hervorgegangen. Sie ist Mitglieder- und Trägerverband für das evangelische Sozial- und Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Die Diakonie Hessen ist als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen, Rheinland-Pfalz und im thüringischen Schmalkalden tätig. Als Träger diakonischer Arbeit beschäftigt die Diakonie Hessen in den Landesgeschäftsstellen in Frankfurt und Kassel, im Evangelischen Fröbelseminar in Kassel, in den Evangelischen Freiwilligendiensten sowie in 18 regionalen Diakonischen Werken in Hessen und Nassau mehr als 1.500 Mitarbeitende. Als Mitgliederverband gehören der Diakonie Hessen zurzeit rund 440 Rechtsträger an. Dabei handelt es sich um Vereine, Stiftungen und gemeinnützige Gesellschaften sowie die 44 Dekanate der EKHN und die 20 Kirchenkreise der EKKW. Insgesamt bestehen ca. 1.340 Einrichtungen, Angebote und ambulante Dienste in den Bereichen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, in der Alten- und Krankenpflege, in der Behinderten-, Eingliederungs- und Suchthilfe und in der Migrations- und Flüchtlingsberatung sowie in der Beratung von Menschen mit sozialen Schwierigkeiten. Die Diakonie Hessen und ihre Mitglieder beschäftigen zusammen rund 39.000 Mitarbeitende.