Dezember 2019

Ministerpräsident besucht Diakonisches Werk in Hanau

Volker Bouffier überreicht Scheck für neues Projekt „Integrierte Seniorenberatung“ und informiert sich über diakonische Sozialberatung in Hanau


Bei seinen vorweihnachtlichen Besuchen in sozialen Einrichtungen hat der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier am Montag Halt bei dem Diakonischen Werk Hanau-Main-Kinzig gemacht. Bouffier schaute sich die Räumlichkeiten im Technologiepark Hanau-Wolfgang an und informierte sich über die Arbeit des an drei Standorten im Main-Kinzig-Kreis tätigen Werks. Die Berater*innen der Diakonie unterstützen Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Dekan Dr. Martin Lückhoff führte zu Beginn in die Arbeit des Diakonischen Werkes mit rund 40 hauptamtlich Beschäftigten ein. „Sie sind ein wichtiger Ansprechpartner, um denjenigen zu helfen, die nicht mehr wissen, wie es weitergeht. Sie geben Orientierung und können Lösungen aufzeigen. Das ist wichtig, um nach vorne zu schauen“, lobte Bouffier und überreichte einen Scheck in Höhe von 1.500 Euro zur Förderung des Projektes „Integrierte Seniorenberatung“. Dieses läuft 2020 an und zielt darauf ab, die häufig komplexen Problemlagen älterer Menschen ganzheitlich in den Blick zu nehmen. Durch den Verlust des Partners, Einschränkungen der Gesundheit und der Mobilität oder auch durch unfreiwillige Wohnungswechsel wird eine selbständige Lebensführung oft eingeschränkt. Mit dem Projekt soll älteren Menschen in einer aufsuchenden Beratungsform geholfen werden. Diakoniepfarrer Bernd Laukel, der Leiter des Diakonischen Werks Hanau-Mainz-Kinzig, sagte: „Nicht nur die Organisation von Pflege stellt ältere Menschen und ihre Angehörigen vor eine große Herausforderung. Immer mehr ältere Menschen benötigen Hilfe und Unterstützung in der ganz alltäglichen Bewältigung ihres Lebens.“     

 

Im Anschluss kam Bouffier in kleiner Runde ins Gespräch mit Berater*innen. Dabei zeigte sich der Ministerpräsident als ehemaliger Rechtsanwalt äußerst kundig etwa in den Themen Asylverfahren, Schuldnerberatung und Familienrecht. Abschließend stellte Bouffier fest: „Sozialberatung ist der Spiegel der Gesellschaft.“ An der Gesprächsrunde nahm auch Dr. Harald Clausen, Vorstand der Diakonie Hessen, teil. „Der Austausch zwischen Politik und Sozialarbeit vor Ort bringt die Themen der Menschen nach vorne“, sagte Dr. Clausen. „Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Beratungsstellen sind für die Menschen in Not da. Es ist wichtig, dass auch diejenigen, die politische Entscheidungen für uns alle treffen, wissen, wie es den Menschen geht, die ganz unten sind.“

 

Weitere Informationen

Diakonisches Werk Hanau-Main-Kinzig
Das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig in Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Hanau ist Anlaufstelle für Menschen, die Hilfe und Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen suchen. Menschen in Notlagen erfahren Zuwendung und Begleitung. Konflikte werden angesprochen und als Chance zum Lernen betrachtet. Ratsuchenden werden Wege aufgezeigt und zu eigenem Handeln ermutigt. Die Angebote umfassen ambulante Suchthilfe, psychologische Beratung sowie allgemeine Sozial-, Migrations-, Flüchtlings- und Schuldnerberatung. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ausgebildete Fachkräfte (Sozialarbeiter, Sozialpädagogen oder Diplom-Psychologen). Die Beratungen sind kostenlos und unterliegen der Schweigepflicht. Ratsuchende können unabhängig von ihrer Abstammung, Herkunft oder Nationalität, religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung, des Geschlechts oder des Alters die Beratungen in Anspruch nehmen. Detaillierte Informationen finden Sie unter www.diakonie-hanau-main-kinzig.de.


Diakonie Hessen
Die Diakonie Hessen ist 2013 aus der Fusion des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau und des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck hervorgegangen. Sie ist Mitglieder- und Trägerverband für das evangelische Sozial- und Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Die Diakonie Hessen ist als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen, Rheinland-Pfalz und im thüringischen Schmalkalden tätig. Als Träger diakonischer Arbeit beschäftigt die Diakonie Hessen in den Landesgeschäftsstellen in Frankfurt und Kassel, im Evangelischen Fröbelseminar in Kassel, in den Evangelischen Freiwilligendiensten sowie in 17 regionalen Diakonischen Werken in Hessen und Nassau 1.698* Mitarbeitende. Dazu kommen 664 Freiwillige, die sich in einem Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst einbringen. Als Mitgliederverband gehören der Diakonie Hessen zurzeit 446 Rechtsträger an. Dabei handelt es sich um 366 Vereine, Stiftungen und gemeinnützige Gesellschaften sowie die 31 Dekanate der EKHN, 20 Kirchenkreise der EKKW und 29 kirchlichen Zweckverbände. Insgesamt bietet die Diakonie Hessen so etwa 1490 Angebote für die Pflege, Betreuung und Beratung sowie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Bereichen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, in der Alten- und Krankenhilfe, Behinderten-, Eingliederungs- und Suchthilfe, Migrations- und Flüchtlingsberatung sowie in der Beratung von Menschen in besonderen sozialen Situationen an. Die Diakonie Hessen und ihre Mitglieder beschäftigen zusammen rund 42.000 Mitarbeitende und erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2018 einen Gesamtumsatz von knapp zwei Milliarden Euro.

*Stand Oktober 2019