Dezember 2017

Ratgeber „Wenn Helfen nicht mehr gut tut“ bundesweit stark nachgefragt

Broschüre zum Konfliktmanagement im Ehrenamt avanciert zur unentbehrlichen Arbeitshilfe – Tag des Ehrenamts am 5. Dezember


Die Broschüre zum Konfliktmanagement im Ehrenamt „Wenn Helfen nicht mehr gut tut“ ist bundesweit stark gefragt. 4.000 Exemplare sind schon vergriffen, weitere werden nachgedruckt. „Helfen soll bleibende Freude machen“, sagt Horst Rühl, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen zum Tag des Ehrenamts am 5.  Dezember. „Immer wieder erleben wir jedoch, dass sich Helfende mit viel Herzblut engagieren, in ihrem freiwilligen Einsatz aber an Grenzen stoßen. Wir setzen uns dafür ein, dass ihre Arbeit im Einklang mit ihren Möglichkeiten, den Bedürfnissen der Hilfeempfänger und den rechtlichen Rahmenbedingungen geschieht. In unserem Ratgeber zeigen wir Wege auf, wie im gemeinsamen Austausch solche Grenzen erkannt und beachtet werden können.“ Der Ratgeber „Wenn Helfen nicht mehr gut tut“ bietet praktische Beispiele, Tipps, Checklisten und Leitfäden zur konfliktfreien Zusammenarbeit zwischen beruflich und freiwillig Engagierten in sozialen Einrichtungen.

Ansprüche an das Ehrenamt verändern sich

„Das freiwillige Engagement befindet sich im Wandel“, sagt Ursula Stegemann zur Entstehung des Ratgebers. Sie ist Referentin für Freiwilliges Engagement bei der Diakonie Hessen und eine der Autorinnen. Viele Menschen wollen sich selbstbestimmter oder kurzfristiger einbringen. Auch die Motive und Bedürfnisse der Freiwilligen haben sich verändert. Diese unterschiedlichen Ansprüche wirken sich auf die Zusammenarbeit aus. Stegemann: „Wir möchten unsere freiwilligen und beruflich engagierten Kollegen und Kolleginnen für schwierige Situationen im Miteinander sensibilisieren. Die Arbeitshilfe soll sie im Alltag begleiten und unterstützen, wenn ihnen das Helfen nicht mehr gut tut.“

Broschüre von Experten der Diakonie länderübergreifend erstellt

Die Broschüre „Wenn Helfen nicht mehr gut tut“ ist ein gemeinsames Werk der drei diakonischen Landesverbände Diakonie Hessen, Diakonisches Werk Pfalz sowie Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Erstellt wurde die Handreichung von Heike Baier (Diakonisches Werk Pfalz), Karen Sommer-Loeffen (Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe) und Ursula Stegemann (Diakonie Hessen). Die Arbeitshilfe kann kostenlos bei den Landesverbänden bestellt werden und steht unter www.diakonie-hessen.de zum Download bereit.

Freiwilliges Engagement in der Diakonie Hessen

Freiwilliges Engagement ist in vielen Arbeitsfeldern der Diakonie möglich, sei es bei den Tafeln, in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Senioren, im Bereich der Straffälligenhilfe und seit 2015 verstärkt auch in der Arbeit mit Geflüchteten. In der Diakonie Hessen engagieren sich etwa 45.000 Menschen freiwillig. Bundesweit geht die Diakonie von bis zu 700.000 freiwillig Helfenden aus. Wer sich ehrenamtlich einbringen möchte, kann sich bei der jeweiligen diakonischen Einrichtung vor Ort nach einer Einsatzmöglichkeit erkundigen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.diakonie-hessen.de