November 2017

Soziale Arbeit als Investition in die Zukunft

Vertreter der Diakonie Hessen tagen in Hanau und beraten über die Trends in der Sozialwirtschaft – Vorstandsvorsitzender Rühl setzt den Fokus auf das Soziale in der Marktwirtschaft


Über 200 Vertreter der Diakonie Hessen tagen am heutigen Mittwoch in Hanau. Auf der Mitgliederversammlung benennt Vorstandsvorsitzender Horst Rühl die sechs wichtigsten Trends, die die diakonische Arbeit beeinflussen und in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden. Die Soziale Arbeit wird digitaler, die Menschen sind immer mehr auf sich selbst zurückgeworfen und arme, schwache oder eingeschränkte Menschen werden zunehmend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Auch der demographische Wandel sorgt für einschneidende Veränderungen in der Gesellschaft. In der Folge steigt der Kostendruck und die Soziale Arbeit wird zunehmend an rein betriebswirtschaftlichen Maßstäben ausgerichtet. Dazu sagt der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Horst Rühl:

„Der ständige Druck sich wirtschaftlich zu optimieren, führt zu einem Sparen an falscher Stelle. Staatliche und kommunale Behörden sehen Soziale Arbeit zu oft als Kostenfaktor und nicht als Investition in die Zukunft des Gemeinwesens. Die Sozialwirtschaftsstudie der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege hat dieses Jahr gezeigt, dass sich die Investitionen in die Sozialwirtschaft langfristig rechnen können. In der sozialen und diakonischen Arbeit geht es um den Menschen und die Achtung seiner Würde und Rechte. Die Rückkehr zu einer sozialen Marktwirtschaft, die das Wohlergehen der Menschen im Blick behält, muss Ziel aller öffentlich-politischen Diskurse sein. Dann kommen wir zu einer Marktwirtschaft zurück, die das Prädikat „sozial“ verdient.“

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Alle Pressemeldungen, Fotos, Hintergrundinformationen, die Berichte des Vorstands und Aufsichtsrats zur Mitgliederversammlung und der Jahresbericht 2017 der Diakonie Hessen sind abrufbar unter: mitgliederversammlung.diakonie-hessen.de