März 2017

Sozialwirtschaftsstudie belegt: Wohlfahrtsverbände sind bedeutender Wirtschaftsfaktor in Hessen

Hessenweite Liga-Aktionswoche WIR sind Gesellschaft 27. – 31. März 2017 in 17 Einrichtungen


Pfarrer Horst Rühl bei seinem Vortrag.
 

Pfarrer Horst Rühl bei seinem Vortrag.

WIR sind Gesellschaft. So lautet das Motto der hessenweit stattfindenden Aktionswoche der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V. vom 27. bis 31. März. Die Liga stellt zu diesem Anlass in 17 hessischen Einrichtungen Kernergebnisse einer Sozialwirtschaftsstudie vor, die in ihrem Auftrag vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. Frankfurt erstellt wurde. Dort wurde der Frage nachgegangen, welche sozialstaatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen die Freie Wohlfahrtspflege für Hessen hat. „Die Studie hat gezeigt, dass die sechs großen Wohlfahrtsverbände in Hessen mit ihren über 7.300 Einrichtungen, den fast 113.000 Mitarbeitenden und rund 160.000 ehrenamtlich Engagierten neben ihrer solidaritätsstiftenden Qualität ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Hessen sind“, sagt Horst Rühl, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, am Mittwoch bei der Vorstellung der Studie in der EVIM - Gemeinnützige Behindertenhilfe GmbH in Wiesbaden. „Besonders auffällig sind die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen, die sich in der Freien Wohlfahrtspflege engagieren. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass Barrieren in den Köpfen der Menschen abgebaut werden und Integration gelingen kann“, sagt Rühl weiter.

In diesem Zusammenhang weist Rita Henning, die Vorsitzende des Liga Arbeits-kreises Behindertenhilfe und Abteilungsleiterin bei der Diakonie Hessen, auf die Situation der Menschen mit Behinderung hin. „Die Sozialwirtschaft in Hessen steht mit der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes vor einem tiefgreifenden Systemwechsel“, sagt Rita Henning. „Die Stärkung von Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung ist für die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen ein Hauptziel ihres Handelns. Damit das gelingt, brauchen wir in unseren Organisationen auch gut ausgebildete Fachkräfte, die die Unterstützung auf den Bedarf der Menschen abstimmen und wissen, wie Wege in eine inklusive Gesellschaft geebnet werden können.“

Untersucht wurden in der Sozialwirtschaftsstudie ausgewählte Arbeitsfelder wie die Flüchtlingshilfe, Altenhilfe, Ehrenamt und Schuldnerberatung. Deutlich wurde: Gerade zu Krisenzeiten sorgen die Wohlfahrtsverbände für gesellschaftliche Stabilität, sind eine integrative Kraft und sorgen aktiv für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Die Studie belegt außerdem: Soziale Arbeit lohnt sich finanziell in vielen Arbeitsfeldern. Die Verbände sind nicht nur Dienstleister, Arbeitgeber und Solidaritätsstifter. Sie reinvestieren ihre Mittel in die Soziale Arbeit und das spart der öffentlichen Hand Geld.

Um die Ergebnisse der Studie in der Praxis zu zeigen, hat die Liga Hessen die hessenweite Aktionswoche WIR sind Gesellschaft organisiert. Hier wird gezeigt was die Verbände leben: Gesellschaftlichen Zusammenhalt gestalten und prägen.

Weitere Informationen zur Liga-Aktionswoche finden Sie unter www.liga-hessen.de

Zur Diakonie Hessen-Pressemitteilung über die Vorstellung der Studie im Diakonischen Werk Gießen

Hier können Sie einen optischen Eindruck der Veranstaltungen gewinnen.


Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V. ist der Zusammenschluss der sechs hessischen Wohlfahrtsverbände. Sie vertritt die Interessen der hilfebedürftigen und benachteiligten Menschen gegenüber der Politik ebenso, wie die Interessen ihrer Mitglieds-verbände. Mit ca. 7.300 Einrichtungen und Diensten sind die Mitgliedsverbände ein bedeu-tender Faktor für die Menschen, für eine soziale Infrastruktur und für die Wirtschaft in Hes-sen. Nah an den Menschen und ihren Bedürfnissen wissen die rund 113.000 beruflich Be-schäftigten und rund 160.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen, Werkstätten, Tagesstätten, Bildungsstätten, Bera-tungsstellen, in den Frühförderstellen, ambulanten Diensten und anderen Einrichtungen um die sozialen Belange und die realen Rahmenbedingungen in Hessen. Diese Kenntnisse bringt die Liga in die politischen Gespräche auf Landesebene und mit Verhandlungspartnern und Kostenträgern ein.



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