Arbeit und Beschäftigung

Arbeiten zu können gehört offensichtlich zu den wesentlichen Dingen in unserer Gesellschaft. Manchmal merkt man erst, wie wichtig Arbeit für uns ist, wenn wir sie nicht mehr haben: Es geht dabei nicht nur ums Geld verdienen. Arbeit ist auch wichtig, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, sie erfüllt den Alltag, bereichert, gibt Struktur, soziale Anerkennung und stiftet Sinn.

Viele Menschen mit einer psychischen Behinderung sind nicht in der Lage, den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden. Die Folge ist, dass sie dauerhaft ausgegliedert und als vollerwerbsgemindert verrentet werden. Man kann sagen, sie werden damit von der Teilhabe am Arbeitsleben und damit auch von der Teilhabe am Leben der Gemeinschaft ausgeschlossen. Bisweilen gehört es zum schmerzhaften therapeutischen Prozess, zu erkennen, dass es nicht mehr, oder noch nicht wieder möglich ist, den Erwartungen des sog. ersten Arbeitsmarktes gerecht zu werden.

Dennoch ist es möglich, Beschäftigung anzubieten und Rehabilitation zu gestalten, wenn man die Arbeit den betroffenen Menschen anpassen kann. Dazu zählen Arbeit und arbeitsähnliche Angebote wie Zuverdienstmöglichkeiten oder die Beschäftigung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM). In den meisten Tagesstätten des Diakonischen Werkes wird ebenfalls Beschäftigung mit der Möglichkeit des Zuverdiensts angeboten. Eine Werkstatt (insbesondere) auch für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen befindet sich in Friedberg (Wetteraukreis).