Freiwilliges Engagement in der Diakonie Hessen

Die Zusammenarbeit von hauptamtlichen Mitarbeitenden und freiwillig Engagierten hat in vielen Arbeitsfeldern des Diakonischen Werkes eine lange Tradition und gehört zu unserem Selbstverständnis. Für uns ist das vielfältige freiwillige Engagement eine soziale Arbeit eigener Qualität, sie kann und soll die professionelle soziale Arbeit nicht ersetzen, sondern erweitert und bereichert sie.

Mit den sozialpolitischen und gesellschaftlichen Veränderungen ist auch ein Wandel im Freiwilligen Engagement bzw. Ehrenamt einhergegangen. Dieser Wandel findet seinen Ausdruck in veränderten Zugängen zum Engagement, den Bemühungen um verbesserte Rahmenbedingungen in den Organisationen und reflektiert die sich verändernden Motive der Freiwilligen.

Um als Organisation diesen Veränderungen gerecht zu werden und die Weiterentwicklungen im Engagementbereich zu gestalten, gibt es in der Diakonie Hessen  das Referat für Freiwilliges Engagement. Aufgabe des Referates ist in erster Linie die Unterstützung der regionalen Diakonischen Werke und der Mitgliedseinrichtungen bei der Entwicklung und Umsetzung eines modernen Freiwilligenmanagements. Als Grundlage hierzu dienen das Handbuch Freiwilliges Engagement im Diakonischen Werk in Hessen und Nassau (Bestellschein Handbuch) und die Broschüre  zu den Rechtlichen Rahmenbedingungen des freiwilligen Engagements (PDF 1,5 MB).

Freiwilliges Engagement systematisch und professionell begleiten

Zu folgenden Themenschwerpunkten werden durch das Referat Freiwilliges Engagement Fortbildungen, Beratung, Begleitung und Information angeboten:

  • Freiwilligenmanagement − Was ist das −  und warum ist es notwendig?
  • Basiswissen Freiwilligenarbeit, dazu gehören Informationen zu neuen Trends, neuen Entwicklungen und Rahmenbedingungen der Freiwilligenarbeit, sowie die Zusammenhänge zwischen freiwilligem Engagement und sozialpolitischen und gesellschaftliche Veränderungen.
  • Organisationskulturen und Strukturen der Engagementförderung, dazu gehören die Organisationsanalyse, die Konzepterstellung und Projektentwicklung
  • Versicherungen und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Freiwillige gewinnen, sie motivieren und begleiten sowie eine angemessene Anerkennungskultur und Abschiedskultur etablieren
  • Die Zusammenarbeit zwischen Hauptamtlichen und Freiwillig Engagierten strukturieren Grenzen des freiwilligen Engagements wahrnehmen und Konflikte bearbeiten.
  • Wann und warum fließt Geld im Freiwilligen Engagement?
  • Netzwerke der Engagementförderung und Unternehmensengagement

Das Referat Freiwilliges Engagement bietet regelmäßig in Kooperation mit der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Landes Ehrenamtsagentur Hessen eine Fortbildung zum/zur Freiwilligenmanager/in an. Bei Interesse fragen Sie gerne nach!

Neben den Qualifizierungen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten des Freiwilligen Engagements unterstützt das Referat die Entwicklung einer zeitgemäßen Engagementförderung, sowie die Konzeption und Umsetzung von Projekten, in denen Hauptamtliche und Freiwillige zusammen arbeiten. Darüber hinaus entwickeln wir Informations- und Arbeitsmaterialien. Ebenso ist die Netzwerkarbeit und die Referententätigkeit ein zentraler Bestandteil der Arbeit.

Ihre freiwillige Mitarbeit

sich freiwillig engagieren - die Gesellschaft mitgestalten

Die regionalen Diakonischen Werke und die Mitgliedseinrichtungen in der Diakonie Hessen bieten Ihnen viele Möglichkeiten sich freiwillig zu engagieren, sich für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen einzusetzen und die Gesellschaft mitzugestalten. Dort können Sie Ihre Zeit, Ihre Kompetenzen und Fähigkeiten einbringen und so professionelle soziale Arbeit ergänzen und bereichern. Engagementfelder in den regionalen Diakonischen Werken der Diakonie Hessen sind:

Altenarbeit, Arbeitsloseninitiative, Begegnungsstätte, Behindertenarbeit, Betreuungsverein, Demenzbetreuung, Elternpraktikum, Erholungshilfe, Erziehungsberatung, Essen auf Rädern, Finanzlotsendienst, Flüchtlingshilfe, Gemeinwesenarbeit, Hausaufgabenhilfe, Jugendmigrationsdienst, Kleiderkammer, Mehrgenerationenhaus, Migration, Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen, Seniorenbegleitung, Seniorenbüro, Seniorentreff, Sozialdienst, Spiel- und Lernstube, Suchthilfe, Tagesstätte, Teestube, Trauergruppe, Wohnheime, Wohnungslosenhilfe.

Wenn Sie in einem dieser Bereiche ehrenamtlich tätig sein wollen, dann nehmen Sie Kontakt zu unseren regionalen Diakonischen Werken oder den Mitgliedseinrichtungen auf.

Die Diakonie Hessen hat zeitgemäße Rahmenbedingungen für freiwillige Arbeit geschaffen. Bei uns sind Sie im Rahmen ihres Engagements versichert und bekommen entstandene Auslagen erstattet. Wir bieten Ihnen Flexibilität bei der zeitlichen Gestaltung ihrer freiwilligen Tätigkeit, so können Sie sich entscheiden, ob Sie in einem Projekt mitarbeiten wollen oder sich längerfristig binden möchten. Sie werden auf Ihre Aufgaben vorbereitet und von den hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen begleitet. Bei Bedarf gibt es die Möglichkeit zur Fortbildung. Sie treffen sich zum regelmäßigen Austausch mit den hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen und den anderen Freiwilligen. Ihr freiwilliges Engagement findet bei uns die verdiente Anerkennung.

Broschüre "Wenn Helfen nicht mehr gut tut"

"Wenn Helfen nicht mehr gut tut" lautet der Titel der Handreichung, die die Diakonie Hessen zusammen mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe sowie dem Diakonischen Werk Pfalz herausgibt. Neben praktischen Beispielen bietet die Handreichung Tipps, Checklisten oder Leitfäden, damit das Helfen allen Beteiligten wieder gut tut. Die Autorinnen erläutern, was das Helfen beeinflusst, und zeigen die Grenzen des Helfens auf. Die Broschüre richtet sich gleichermaßen an berufliche und freiwillig Mitarbeitende in sozialen Einrichtungen. Die Broschüre "Wenn Helfen nicht mehr gut tut" kann als pdf runtergeladen oder kostenlos bestellt werden (Frau Andrea Bahl, Tel. 069-7947-6283, andrea.bahl(at)diakonie-hessen.de).

Information über die Vergabe der Landesmittel zur Förderung des freiwilligen ehrenamtlichen Engagements in der Freien Wohlfahrtpflege in Rheinland-Pfalz
Die drei diakonischen Landesverbände in Rheinland-Pfalz erhalten für das laufende Kalenderjahr wieder Mittel vom Land Rheinland-Pfalz, um das freiwillige Engagement zu fördern. Grundlage der Bewilligung ist § 44 Abs. 1 der Landeshaushaltsordnung sowie die dazu erlassene Verwaltungsvorschrift des Ministeriums der Finanzen vom 20.12.2002. Ergänzend gilt die Richtlinie der LIGA RLP vom 01.01.2005.

Der Förderbereich erstreckt sich auf die Felder der sozialen Dienste bzw. der sozialen Hilfen. Die Förderschwerpunkte haben die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements zum Ziel. Über die Rahmenbedingungen für die Maßnahmen und Angaben zu förderfähigen Ausgaben informiert Sie Frau Ursula Stegemann unter ursula.stegemann(at)diakonie-hessen.de.

Freiwilligensurvey des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Der Freiwilligensurvey ist die größte aktuelle Untersuchung zur Zivilgesellschaft und zum freiwilligen Engagement in Deutschland. Er wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Auftrag gegeben und alle fünf Jahre veröffentlicht. Die nächste Erhebung findet 2019 statt. Zentrale Ergebnisse des Freiwilligensurvey 2014: 31 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Über 40 Prozent der Menschen ab 14 Jahren engagieren sich freiwillig. In fast jedem Bereich gehört freiwilliges Engagement maßgeblich zum Alltag: Ob Jung oder Alt, ob in der Freiwilligen Feuerwehr, als Fußballtrainer, als Elternvertreterin in der Schule und Schüler-Nachhilfe oder einfach nur zu Gesprächen bei Seniorinnen und Senioren oder beim Vorlesen im Kindergarten.

Mehr Ergebnisse des Freiwilligensurvey 2014 sowie die vollständige Untersuchung zum Download finden Sie auf der Homepage des BMFSFJ.

10 Thesen zur Weiterentwicklung von Freiwilligem Engagement

Etwa 700.000 Menschen engagieren sich freiwillig in den Diensten und Einrichtungen der Diakonie. Damit dies auch angesichts des demografischen und gesellschaftlichen Wandels so bleibt, müssen die Rahmenbedingungen des freiwilligen Engagements in Politik und Verband beständig weiterentwickelt und innovativ gestaltet werden.

Expertinnen und Experten des Bundesverbandes, der Landes- und Fachverbände sowie der Wissenschaft haben auf Basis der repräsentativen Studie „Freiwilliges Engagement in Einrichtungen und Diensten der Diakonie“ (Diakonie Texte 04.2012) Thesen erarbeitet. Sie bringen die aus fachlicher Sicht aktuell dringend notwendigen verbandsstrategischen Weiterentwicklungen auf den Punkt. Die Veröffentlichung finden Sie auf der Webseite der Diakonie Deutschland oder können Sie hier als PDF herunterladen.

Kontakt

Referat Freiwilliges Engagement
Ursula Stegemann
Diakonie Hessen
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Telefon: 069 7947-6228
Telefax: 069 7947-996228
ursula.stegemann(at)diakonie-hessen.de

Sekretariat
Andrea Bahl
Diakonie Hessen
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Telefon: 069 7947-6283
Telefax: 069 7947-996283
andrea.bahl(at)diakonie-hessen.de