Gemeinwesenarbeit/Sozialraumorientierte Arbeit

Was ist Gemeinwesenarbeit?

Neben der Einzelfallhilfe und der Gruppenarbeit ist die Gemeinwesenarbeit (GWA) eines der grundlegenden Arbeitsprinzipien in der sozialen Arbeit. GWA findet in städtischen und ländlichen Quartieren statt, die bestimmte Problemlagen aufweisen: hohe Arbeitslosenquote, multi-ethnische Nachbarschaften, viele Alleinerziehende, viele kinderreiche Familien etc. In der GWA werden mit dem Ziel einer langfristigen und nachhaltigen Problemlösung die das Gemeinwesen beeinträchtigenden Probleme aufgegriffen, um somit die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Die in der GWA eingesetzten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter tun dies entweder als Moderatoren oder als aktive und parteiliche Akteure.

Ein wesentliches Element der GWA ist dabei immer die Aktivierung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort, damit diese Verantwortung für ihr Lebensumfeld wahr- und übernehmen und sich aktiv für die Gestaltung und Verbesserung ihrer Lebensqualität einsetzen. GWA bedingt eine gute Vernetzung mit örtlichen Institutionen (Behörden, Schulen, Jugendhäusern, Kirchen), Initiativen (Vereinen, Gruppierungen) und die Aktivierung von einflussreichen Einzelpersonen (Meinungsmachern, Wortführern, Ehrenamtlichen) – immer mit dem Blick auf eine nachhaltige Wirkung der Maßnahmen.

Zur Gemeinwesenarbeit in der Diakonie Hessen

Die Arbeit in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf
Dies sind Quartiere in Städten und Gemeinden, die durch eine besonders hohe Dichte an Problemlagen gekennzeichnet sind, z.B. eine hohe Arbeitslosenquote, viele Alleinerziehende und/oder kinderreiche Familien, multi-ethnische Nachbarschaften, geringer Bildungsgrad etc. Hauptaufgabe ist hier neben der Aktivierung der Bevölkerung das Aufgreifen der Probleme und das Angebot spezieller Hilfeleistungen wie Sprach- und PC-Kurse für Erwachsene, Trainings zum Erwerb von Alltagskompetenzen, Allgemeine Lebensberatung, Männer-/ Frauen-/Seniorengruppen, Gruppenangebote für Alleinerziehende und deren Kinder, Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfe und vieles mehr.

Die Arbeit in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf, die Standorte im Bund-Länder-Programm Soziale Stadt sind.
Im Rahmen dieses Programms investieren Bund, Länder und Kommunen gemeinsam in die städtebauliche Infrastruktur sowie soziale Begleitmaßnahmen. Wesentlicher Bestandteil dieses Programms ist ein integriertes Handlungskonzept, das viele Akteure berücksichtigt und eine Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner des betroffenen Quartiers gewährleistet.

Die Arbeit im Rahmen des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser des Bundesfamilienministeriums und das Betreiben von Nachbarschafts- und Begegnungszentren.
Unsere Mehrgenerationenhäuser, Nachbarschafts- und Begegnungszentren zeichnen sich durch eine ausgewogene Mischung haupt- und ehrenamtlich getragener Angebote aus den Bereichen Beratung, Betreuung, Bildung, Begleitung, Unterstützung und Hilfe aus. Dies alles ist entsprechend niedrigschwellig angesiedelt, um nach Möglichkeit viele Nutzerinnen und Nutzer anzusprechen.

Kontakt

Referat Gemeinwesenarbeit/Sozialraumorientierte Arbeit
Pfarrer Uwe Seibel
Diakonie Hessen
Geschäftsstelle Kassel
Kölnische Straße 136
34119 Kassel
Telefon: 0561 1095-3305
Telefax: 0561 1095-295
uwe.seibel(at)diakonie-hessen.de

Sekretariat
Silke Heinemann
Diakonie Hessen
Geschäftsstelle Kassel
Kölnische Straße 136
34119 Kassel
Telefon: 0561 1095-3302
Telefax: 0561 1095-3226
silke.heinemann(at)diakonie-hessen.de