Flüchtlingsaufnahme / Resettlement

Von den weltweit unverändert hohen Flüchtlingszahlen durchläuft nur ein kleiner Bruchteil in Deutschland erfolgreich ein Asylverfahren (2012 rund 64.500 Erstantragsteller). Gleichzeitig häufen sich Schreckensmeldungen über Menschen, die bei dem Versuch, nach Europa zu gelangen, ums Leben kommen. Viele in der Flüchtlingsarbeit engagierte Organisationen fordern seit Jahren, neben den herkömmlichen - auf den Einzelfall bezogenen - Asylverfahren auch Gruppen von Flüchtlingen aus Krisenregionen aufzunehmen und sie im Rahmen sogenannter Resettlementprogramme in Deutschland zu integrieren.

Der UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) hat 2008 ein solches Resettlementprogramm für die EU entwickelt. Es ist ein Programm der Hilfe für Flüchtlinge, die in einem Drittland eine erste Zuflucht gefunden haben und absehbar nicht in ihre Heimat zurückkehren können. Besonders schutzbedürftigen Personen, wie z.B. traumatisierte und kranke Menschen, soll auf diesem Weg die Perspektive auf bleibende Aufnahme und Hilfe eröffnet werden. 2009 kamen durch das Resettlementprogramm einmalig 2.500 irakische Flüchtlinge aus Jordanien und Syrien nach Deutschland. Im Dezember 2011 haben die Innenminister beschlossen, jährlich 300 Flüchtlinge im Rahmen des Resettlements aufzunehmen und im März 2013  hat sich die Bundesregierung zur Aufnahme von 5.000 syrischen Flüchtlingen bereit erklärt. Lokale Save-me-Gruppen unterstützen die Neuankommenden beim Heimischwerden.

Willkommenskultur für Flüchtlinge - EKHN Flüchtlingsfonds unterstützt Gemeinden, Dekanate und diakonische Einrichtungen

Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat für die Jahre 2014 bis 2016 finanzielle Mittel zur Förderung einer Willkommenskultur für Flüchtlinge in Gemeinden und Dekanaten im Kirchengebiet der EKHN zur Verfügung gestellt. Damit sollen Projekte zur Stärkung des freiwilligen Engagements in der Flüchtlingsarbeit unterstützt werden sowie Deutschkurse für Asylsuchende und innovative Projekte. Die Antragsfrist endet am 30.4.2015. Details und Informationen zum Antrags- und Bewilligungsverfahren finden Sie hier:


Kontakt

Beratung in Rechtsfragen
Karin Diehl
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Referat Flucht und Integration
Hildegund Niebch
Diakonie Hessen
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hildegund.niebch(at)diakonie-hessen.de