Deutsches Müttergenesungswerk - Seit 70 Jahren für Mütter da

Kurangebote wichtiger denn je

Das Corona-Jahr hat gezeigt: Noch nie waren die Kurangebote des Müttergenesungswerks so wichtig wie heute! Die Familien sind stark belastet und brauchen eine Kur mehr denn je. Gleichzeitig sind die Kurkliniken existenziell bedroht.

Monatelange Schließungen und Minderbelegung durch das Einhalten von Abstandsregelungen und Hygienevorgaben haben dazu geführt, dass Kliniken nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können. Kurz vor der Sommerpause hat der Gesetzgeber die Grundlage für eine Rahmenempfehlung beschlossen, mit der pandemiebedingte Mehrkosten und Mindereinnahmen in den Vorsorge-/Reha-Kliniken ausgeglichen und die Kliniken wirtschaftlich für den Zeitraum vom 16. Juni bis 31. Dezember 2021 gesichert werden sollen. Damit werden die Zahlungen des Rettungsschirms abgelöst, die am 15. Juni 2021 eingestellt wurden.“

 

 


Zum Jubiläum: Fachtag und Gottesdienst

Rückblick: Festgottesdienst zu 70 Jahre Müttergenesungswerk

Am Sonntag, 27. Juni 2021, haben die Diakonie Hessen und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck das Jubiläum des Müttergenesungswerks mit einem festlichen Gottesdienst gefeiert. Im vergangenen Jahr bestand das Müttergenesungswerk seit 70 Jahren. Da wegen der Corona-Pandemie im Jubiläumsjahr kein Festgottesdienst stattfinden konnte, wurde er auf 2021 verschoben. Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Gesunde Familien sind starke Familien“ - Gesundheitsförderung von Müttern, Vätern und pflegenden Angehörigen und fand in der Friedenskirche in Kassel statt. Der Gottesdienst wurde per Livestream übertragen und ist nun in der Aufzeichnung abrufbar. Die liturgische Gestaltung übernahm Pfarrer Carsten Tag (Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen), es predigte Bischöfin Dr. Beate Hofmann (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) (Zur Predigt zum Nachlesen). Schirmherrin Ursula Bouffier hielt das Grußwort.

Weitere Mitwirkende im Gottesdienst waren, Pfarrer Carsten Köstner-Norbisrath (Friedenskirche Kassel), Dorothee Junkermann (Geschäftsführerin, Klinik Werraland), Eva Krupp (Beraterin, Diakonisches Werk Region Kassel), Sandy Hoffmann (Fachgebietsleiterin Psychologische Beratungsstelle, Diakonisches Werk Region Kassel), Heidrun Klinger-Meske (Referentin Frauen- und Familiengesundheit, Diakonie Hessen). Musikalisch gestalteten den Gottesdienst Organist Michael Correus an der Orgel mit den Stücken Fantasia C-Dur von J. S. Bach und Präludium in D von Gustav Merkel, die Solistin Njeri Weth, die a capella Eigenkompositionen und andere Liedbeiträge singen wird, sowie Regine Brunke, Cellistin und Komponistin, mit dem Stück "Sarabande, Adagio"- eine Eigenkomposition für Violoncello Solo.

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Interviewreihe: Beraterinnen erzählen

Eltern und Pflegende, die zu den Beraterinnen der Familiengesundheit kommen, sind meist an der Grenze der Belastbarkeit angekommen und fühlen sich von ihrem Umfeld allein gelassen. Insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben Familien zusätzlich belastet und mehr Menschen in die Erschöpfung gebracht. Wir haben mit Beraterinnen der Müttergenesung gesprochen. In Videointerviews erzählen sie, wie sie die Mütter, Väter und Pflegenden bei der Beratung erleben und warum für viele eine Kurmaßnahme nötig.

Interview mit der Beraterin Katrin Bange vom Diakonischen Werk für Frankfurt und Offenbach zum 70. Jubiläum des Müttergenesungswerks.

Zum 70. Geburtstag des Müttergenesungswerks erzählen die Beraterinnen für Familiengesundheit Ina Wenz und Michaela Schindler vom Diakonischen Werk Vogelsberg aus ihrem Berufsalltag. Sie erleben, dass mit der Corona-Pandemie die Belastung in den Familien zugenommen hat. Das Interview führt Eckhard Lieberknecht von der Diakonie Hessen per Zoom.

Landesausschuss Müttergenesungswerk Hessen

Der Landesausschuss Müttergenesungswerk Hessen ist eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Ziel, u.a. die Arbeit der Beratungsstellen und Kliniken sowie die Lobbyarbeit für diese Angebote zu fördern und weiterzuentwickeln. Zum Landesausschuss gehören Wohlfahrtsverbände, die in Hessen Beratungen zu Mütter-/Mutter-Kind-/Vater/Vater-Kind- sowie Pflegenden-Maßnahmen durchführen. Außerdem angeschlossen sind die Klinikträger, die Maßnahmen nach §§ 24 und 41 SGB V anbieten und als Einrichtung des Müttergenesungswerks anerkannt sind. (Zur Geschäftsordnung)

Vertretene Wohlfahrtsverbände:

  • Arbeiterwohlfahrt (AWO)          
  • Bezirksverband Hessen Süd
  • Evangelischer Fachverband für Frauengesundheit (EVA)         
  • Diakonie Hessen – Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen –Waldeck e.V.
  • Diakonisches Werk Frankfurt am Main des Evangelischen Regionalverbandes
  • Katholische Arbeitsgemeinschaft        
  • für Müttergenesung (KAG)
  • Bistümer Fulda, Limburg, Paderborn


Vertretene Klinikträger:

  • Mutter-Kind-Vorsorgeklinik „Anne Frank“, Laubach (AWO)
  • Klinik „Werraland“ – Zentrum für Familiengesundheit, Bad Sooden-Allendorf (EVA)
  • Mutter-Kind-Klinik „Talitha“, Bad Wildungen (KAG)

Müttergenesung in der Diakonie Hessen

An über 20 Beratungsstandorten in 13 Landkreisen und Städten über ganz Hessen verteilt, unterstützen Beratungsstellen unter dem Dach der Diakonie Hessen bei allen Fragen rund um die Kurmaßnahmen. Sie beraten Betroffene bei der Beantragung und Vorbereitung auf eine Kurmaßnahme und Kurnachsorgeangebote. (Angebot der Diakonie Hessen) I

Die evangelische Klinik Werraland bietet seit vielen Jahren Mutter-Kind- und auch Vater-Kind-Kurmaßnahmen in Bad Sooden-Allendorf an. Neben den evangelischen Beratungsangeboten gibt es noch Beratungsstellen und jeweils eine Klinik von Caritas und AWO in Hessen.

Im Rahmen des einzigartigen Konzeptes der Therapeutischen Kette mit Clearing/Beratung→ Kurmaßnahme→ Nachsorge, nehmen die Beratungsstellen eine wichtige Position ein. Die Beratungsstellen und -kapazitäten sinken jedoch kontinuierlich, da es keine gesicherte Förderung dieser Arbeit gibt. Das Müttergenesungswerk fordert daher den gesetzlichen Anspruch auf vor- und nachstationäre Kurberatung und Begleitung.

Sie haben das Gefühl, Sie sind reif für eine Kur? Dann kommen Sie in die Beratung in der Diakonie Hessen. Unsere Ansprechpartnerin vermittelt Ihnen eine Beratung in Ihrer Nähe:

Kontakt

Heidrun Klinger-Meske
Kölnische Straße 136
34119 Kassel
Tel: 0561 1095-3111
Fax: 0561 1095-3128
heidrun.klinger-meske@diakonie-hessen.de