Demenz und Alzheimer

Welt-Alzheimertag

Der jährliche Welt-Alzheimertag am 21. September widmet sich den weltweit mehr als 50 Millionen von Demenz betroffenen Menschen. Alzheimer ist eine Form von Demenz. 

Der Welt-Alzheimertag ist benannt nach der Alzheimererkrankung, einer Demenzform, an der mehr als 60 Prozent der Demenzkranken leiden und die sich über einen langen Zeitraum hin schleichend entwickelt. Der größte Risikofaktor für Demenz ist das Alter. Während die 60- bis 70-Jährigen wenig betroffen sind, steigt die Zahl der Betroffenen mit dem 8. Lebensjahrzehnt stark an. Allerdings gibt es auch Menschen mit Demenz, die jünger sind als 60 Jahre. Die Erkrankung jüngerer Menschen ist jedoch relativ selten. Demenz ist eine chronische degenerative Erkrankung des Gehirns, für die es weiterhin keine medizinische Behandlung gibt – trotz jahrzehntelanger Forschung. Umso wichtiger ist die soziale Unterstützung der Gesellschaft für die Betroffenen und ihre Familien.

Rund um dieses Datum weisen weltweit unzählige Organisationen, wie Selbsthilfegruppen, Initiativen, Vereine und Verbände mit Aktionen, Vorträgen und Veranstaltungen aller Art auf das Schicksal der Betroffenen und ihrer Familien hin. 

Fachtag zum Welt-Alzheimertag 2022 - Programm und Anmeldung

Demenzerkrankungen vorbeugen und lindern

Die Diakonie Hessen und die Bildungsakademie des Landessportbundes e.V. entwickeln seit über 10 Jahren gemeinsame Bewegungsangebote. Damit sollen mit Hilfe freiwillig Engagierter wohnortnah besondere Formen der Aktivierung körperlicher und mentaler Fähigkeiten für hochaltrige Menschen und Menschen mit Demenz in einem lebendigen Miteinander angeboten werden.

Gezielt an Menschen mit Demenz richtet sich das gemeinsame Bewegungsprojekt „moment!“ - ein Programm für motorisches und mentales Training. Auch pflegebedürftige und alte Menschen profitieren von „moment!“. (Mehr Infos zum Bewegungs-Projekt „moment!)

Das Modellprojekt „AGIL“ bietet ehrenamtlich Engagierten, Übungsleitern und Akteuren aus Sport und Bewegung, Aktiven aus Kirchen- und Moscheegemeinden, Betreuungskräften, Angehörigen und allen Interessierten eine kostenlose Fortbildung zur gezielten individuellen Bewegungsförderung von hochaltrigen Menschen in deren Zuhause. Mit Maßnahmen der Kurzaktivierung für Körper und Geist soll Gesundheitsförderung im Alltagsleben von Menschen mit und ohne Demenz verankert werden. (Mehr Infos zum Modellprojekt „AGIL“)

Durch Kooperation diakonischer Einrichtungen mit Kunst und Kultur, Sportvereinen und Museen werden auch weitere Kräfte in der Gesellschaft angeregt, Menschen mit Demenz in ihren Aktivitäten mit einzubeziehen und deren Selbsthilfekräfte zu stärken. Gefördert werden viele dieser innovativen Projekte durch die Diakoniestiftung DiaDem.

Übungen zur Vorbeugung und Linderung von Demenzerkrankungen

 

Gabriele Hösl-Brunner

Gesundheit, Alter und Pflege
Referentin für gemeinwesenorientierte Altenarbeit
Tel.: 069 7947 6371
gabriele.hoesl-brunner@diakonie-hessen.de