ExAGd - Existenssicherung, Armut und Gemeindediakonie

Armutspolitik

Das Referat Armutspolitik steht für den Auftrag, soziale Arbeit und soziale Dienste nicht allein funktional zu verstehen, sondern den sozialstaatlichen Rahmen mit zu reflektieren. Der Sozialstaat befindet sich in einem tiefen Umbruch, der nicht allein die Finanzierung, sondern auch die Erbringung sozialer Dienste verändert. Wenn die Diakonie angemessen auf diesen Umbau des Sozialstaates reagieren will, muss sie sich in die sozialpolitischen Debatten einbringen. Dies kann nicht allein fachlich geschehen. Es müssen deshalb auch Grundsatzfragen aufgegriffen werden.

Nicht alle Menschen haben Teil am Wirtschaftswachstum und sozialer Sicherheit. Sozialstaatliche Sicherung ist aber nötig, um die Risiken einer Marktwirtschaft auszugleichen. Nur so kann ein Leben in Würde und Freiheit aller gewährleistet werden. Wenn dieses System erhalten werden soll, dann müssen bedarfsgerechte Hilfen für sozial benachteiligte Menschen sichergestellt werden, um ihnen eine adäquate wirtschaftliche, soziale und kulturelle Teilhabe und (Wieder-)Eingliederung in unsere Gesellschaft zu ermöglichen. Hierzu gehören beispielsweise eine existenzsichernde Integration in den Arbeitsmarkt, die Vermeidung von sozialer Ausgrenzung und Armut sowie verbesserte Partizipation aller Bürgerinnen und Bürger.

Armut und soziale Unsicherheit kehren zurück. Die Arbeit des Referates ist bezogen auf sozialpolitische Grundsatzfragen: Sicherung eines menschenwürdigen Lebens, Hilfen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen wie z.B. Migrant*innen, Sozialhilfeempfänger*innen, Arbeitslose, Wohnungslose oder überschuldete Menschen. Fragen insbesondere der Vermeidung und Bekämpfung von Armut sind ein weiteres zentrales Anliegen des Referates Armutspolitik.

 

Kontakt

Dr. Melanie Hartmann

Referat Armutspolitik

Tel.: 069 7947-6272
Fax: 069 7947-996272
melanie.hartmann@diakonie-hessen.de

 

Miriam Sirsch

Sekretariat

Tel.: 069 7947-6284
Fax: 069 7947-996284
miriam.sirsch@diakonie-hessen.de

Arbeitskreis Armutsforschung

Der Arbeitskreis Armutsforschung bringt bedeutende Vertreter*innen der Deutschen und Europäischen Armutsforschung, Vertreter*innen der Wohlfahrtsverbände sowie Vertreter*innen aus der Praxis zu Fragen der Ungleichheits- und Armutsforschung zusammen.
Der Arbeitskreis agiert unabhängig von parteipolitischen Interessen.
Er tagt vier Mal im Jahr in Frankfurt am Main. Die Koordination erfolgt durch Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Volkswirt (MdB) und Dr. Melanie Hartmann, Referentin für Armutspolitik bei der Diakonie Hessen.

Zu den Mitgliedern des Arbeitskreises gehören u.a.:

  • Dr. Andreas Aust, Referent für Sozialpolitik, Paritätische Forschungsstelle
  • Dr. Irene Becker, Empirische Verteilungsforschung
  • Dr. Felix Blaser, Diakonie Hessen, Frankfurt am Main
  • Dr. Jan Brülle, Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Michael David, Diakonie Deutschland, Berlin 
  • Prof. Dr. Alexander Dietz, Hochschule Hannover
  • Prof. em. Dr. Richard Hauser, Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Gerda Holz, Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Michael Klundt, Hochschule Magdeburg-Stendal
  • Margarete Reinel, Diakonie Hessen, Frankfurt am Main
  • Dr. Reinhard Schüssler, ehemals Prognos AG, Freiburg
  • Prof. Dr. Franz Segbers, Sozialethiker, Marburg
  • Evelyn Sthamer, Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Frankfurt a.M.
  • Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Volkswirt, MdB, Frankfurt am Main und Berlin
  • Verena Tobsch, INES Berlin Institut für empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung Berlin


Zum Download

Erklärung zum Armutsbegriff (PDF)
Fachliche Stellungname zur Regelsatzberechnung (PDF)