Diakonie HR-Camp Süd #ohneunsgehtnichts

Über 100 HR-Profis aus diakonischen Einrichtungen in Hessen und Süddeutschland tauschten sich Anfang der Woche in Stuttgart über zukunftsweisende Personalarbeit aus.

31.07.2026

Eine starke und innovative Personalarbeit ist entscheidend für die Zukunft der Diakonie. Diese Botschaft stand am Anfang des Diakonie HR-Camps #ohneunsgehtnichts, das Anfang der Woche in Stuttgart stattfand. Über 100 HR-Profis aus diakonischen Einrichtungen in Hessen und Süddeutschland nutzten die Veranstaltung, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Perspektiven für die Personalarbeit zu entwickeln.

Eröffnet wurde das Camp von Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland, und Kornelius Knapp, Vorstand Sozialpolitik des Diakonischen Werks Württemberg. Beide betonten die zentrale Rolle einer starken Personalarbeit für die Zukunftsfähigkeit diakonischer Einrichtungen.

Im anschließenden Barcamp standen der Austausch auf Augenhöhe und die Entwicklung praxisnaher Lösungen im Vordergrund. Die Teilnehmenden diskutierten unter anderem über Führung, Mitarbeiterbindung, Personalgewinnung, Arbeitszeitmodelle, Nachwuchsförderung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Personalbereich.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen des Tages gehörte, dass gute Führung weit über attraktive Vergütung hinausgeht. Qualifizierungsangebote, Coaching und feste Sparring-Systeme können Führungskräfte dabei unterstützen, resilient und werteorientiert zu handeln. Ebenso wurde deutlich, dass flexible und lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle sowie eine stärkere Beteiligung der Mitarbeitenden an der Dienstplanung wichtige Faktoren für die Bindung von Fachkräften sind.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Gewinnung junger Menschen für soziale Berufe: Nachwuchs gewinne man früh. Praktika, FSJ und Ausbildung bilden wichtige Übergänge. Social Media kann dabei Türen öffnen, wenn Organisationen mutig kommunizieren.

Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmenden, wie das Wissen der Babyboomer-Generation für nachfolgende Generationen erhalten werden kann. Tandem-Modelle und strukturierte Formen des Wissenstransfers können dabei vielversprechende Ansätze sein.

Großes Interesse fand auch das Thema Künstliche Intelligenz. Die Teilnehmenden waren sich einig: KI kann Routineaufgaben deutlich erleichtern und hilft, Zeit einzusparen. Personalentscheidungen bleiben jedoch eine menschliche Verantwortung.

Die Veranstalter dankten allen Sessiongeberinnen, Dokumentationsteams, Helferinnen und den beteiligten Landesverbänden für einen inspirierenden Tag voller Ideen, Begegnungen und neuer Perspektiven für die Personalarbeit in der Diakonie.

Das HR-Camp Süd ist eine gemeinsame Veranstaltung der Diakonie Deutschland und der Diakonie Landesverbände im Süden: Diakonie Württemberg, Diakonie Baden, Diakonie Bayern und der Diakonie Hessen.  

Das nächste HR-Camp für den Westen findet am 3. September in Düsseldorf statt. 

Diese Seite empfehlen