Pflegekraft hält Hände einer alten Person
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DEVAP fordert erneut mit vielen Unterstützenden Mut für die große Pflegereform JETZT!

Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) und eine Vielzahl an Unterstützenden wenden sich erneut mit einem offenen Brief an Bundeskanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil

10.03.2026

„Es muss jetzt der Mut für eine große sektorenübergreifende Pflegereform gefasst werden. Jetzt müssen die Weichen für die Sicherung der pflegerischen Versor-gung gestellt werden“, so Anna Leonhardi, Mitglied des Vorstandes des DEVAP e.V. „Dazu brauchen wir unter anderem eine Absicherung der Leistungen für Pflegebedürftige, einen schnelleren Einsatz internationaler Pflegekräfte und die sichere Refinanzierung der Pflege.“
Bereits am 20. November 2025 ist der DEVAP mit einem offenen Brief zur prekären Lage der Langzeitpflege an den Kanzler und Vizekanzler herangetreten. Die Unterstützenden des Schreibens repräsentierten verbändeübergreifend mehr als 30 Prozent der Pflegelandschaft in Deutschland. Eine Rückmeldung liegt weiterhin nicht vor.

„Seit unserem ersten Brief ist geraume Zeit verstrichen: wertvolle Zeit für dringend notwendige Reformschritte, die wir aktuell nicht haben. Das „Zukunftspakt Pflege“, das am 11. De-zember 2025 veröffentlicht wurde, ist fachlich zwar ein Fortschritt, aber greift zu kurz“, so Leonhardi. „Es gilt, das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen, indem kurz-, mittel- und langfristige Reformschritte in einer verbindlichen Roadmap für die Pflege, auch im Hinblick auf die erforderlichen Gesetze, definiert werden. Was wir hierfür brauchen, ist ein Pflegegipfel 2026 auf Bundesebene, um auf Augenhöhe das System neu zu denken.“
Den zweiten offenen Brief haben, neben den Absendern des ersten Briefes, noch deutlich mehr Akteure und Betroffene unterzeichnet.

„Wir repräsentieren den überwiegenden Teil der Pflegelandschaft und fordern Bundeskanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil auf der Pflegebranche endlich wieder Sicherheit und Ver-trauen zu geben!“, so Leonhardi abschließend. „Wir brauchen klare und verbindliche Aussa-gen zur nachhaltigen Finanzierung der notwendigen Strukturen, einen konsequenten Bü-rokratieabbau und ganzheitliche Reformansätze jenseits des bestehenden Systems.“

Hintergrund: 
Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) e.V. ist der größte evangelische Fachverband auf Bundesebene und vertritt über 1.950 stationäre Einrichtungen der Altenhilfe, über 1.400 ambulante gesundheits- und sozialpflegerische Dienste, mehr als 120 Pflegeschulen mit ca. 9.600 Ausbildungsplätzen sowie zahlreiche Tagesstätten und Initiativen.

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