Landtagspräsidentin Wallmann informiert sich über innovative Projekte in der Pflege
Tag der Pflege am 12. Mai
11.05.2026
Zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai hat Hessens Landtagspräsidentin Astrid Wallmann das EVIM-Seniorenzentrum Ludwig-Eibach-Haus in Wiesbaden besucht. Dort schaffen soziale und pflegerische Angebote eine Wohnperspektive für ältere Menschen.
„Pflegekräfte leisten jeden Tag im Jahr einen wertvollen Dienst für ältere und pflegebedürftige Menschen. Es ist zugleich ein Dienst für die gesamte Gesellschaft – rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Pflegerinnen und Pfleger sind auch da, wenn andere frei haben“, sagt Landtagspräsidentin Astrid Wallmann. Im Namen aller Abgeordneten dankt sie für diesen Einsatz, „der sicherlich nicht immer einfach ist.“
Bei dem Besuch wurde sich auch über die sogenannte Quartiersentwicklung und die Erfahrungen aus dem Projekt ausgetauscht. Seit rund zehn Jahren werden soziale Angebote sowie die Kranken- und Seniorenpflege in den Wiesbadener Gebieten Eigenheim und Komponistenviertel koordiniert. Sie unterstützen Senioren und ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben in ihrem eigenen Zuhause.
„EVIM ist nicht nur für die Menschen, die in ihren Einrichtungen wohnen, ein ganz wichtiger Begleiter im Alltag“, sagt Astrid Wallmann, „Mit der Quartiersentwicklung wird seit zehn Jahren ein innovativer Weg beschritten, der es älteren Menschen ermöglicht, mit guter und abgestimmter Begleitung möglichst lange selbstständig in den vertrauten vier Wänden zu wohnen.“
Pflege zukunftsfest gestalten: Digitalisierung praxisnah umsetzen und Quartiere stärken
Digitalisierung in der Pflege kann Pflegekräfte spürbar entlasten und die Versorgung verbessern. Digitale Anwendungen unterstützen bei Dokumentation, Kommunikation und Organisation und schaffen so mehr Zeit für die Arbeit am Menschen. Damit sie ihr Potenzial entfalten kann, braucht es jedoch praxisnahe Lösungen, verlässliche Rahmenbedingungen und gezielte Unterstützung für Einrichtungen und Mitarbeitende.
Pfarrer Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, erklärte: „Wir müssen dringend Pflegekräfte in ihrer täglichen Arbeit entlasten. Digitale Anwendungen gehören längst zum Alltag in der Langzeitpflege – von Dokumentation und Abrechnung bis zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur. Es darf aber kein zusätzlicher Belastungsfaktor sein. Pflege ist bereit für Digitalisierung; es fehlen jedoch verlässliche, praxisgerechte Rahmenbedingungen. Hierbei muss das Land die Einrichtungen unterstützen und Erfahrungen bündeln und einen Rahmen setzen. Denn Pflege gestaltet Zukunft – digital, vernetzt, sozialraumorientiert. Gleichzeitig verschärfen bundespolitische Entscheidungen die ohnehin angespannte Versorgungslage. Wir machen uns Sorgen hinsichtlich des auf Bundesebene diskutierten Referentenentwurfs zur Pflegereform. Aus unserer Sicht tragen die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht dazu bei, Pflege nachhaltig zukunftsfest aufzustellen. Damit geraten zentrale Ziele einer Pflegereform und gleichwertiger Lebensverhältnisse zusätzlich unter Druck.“
Ilka Müller, Geschäftsführerin im Geschäftsbereich Altenhilfe der EVIM gGmbH, sagte: „Ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Sozialraum – unabhängig von Versorgungssektoren. Wenn wir Versorgung zukunftsfest gestalten wollen, müssen wir den Sozialraum stärken und Pflege endlich sektorenübergreifend denken. Quartiere sind zukunftsweisend und bieten eine Chance – vorausgesetzt, sie werden aus dem Projektstatus herausgeführt und bauen auf verlässlichen Strukturen auf. Dazu zählen unter anderem gut vernetzte Angebote und ein verbindliches Quartiersmanagement. Gleichzeitig müssen Kommunen in die Lage versetzt werden, ihre zentrale Rolle wahrzunehmen: mit klaren Aufgaben, belastbaren Daten und ausreichenden Ressourcen. Nur wenn Land, Kommunen und Träger gemeinsam Verantwortung übernehmen, können wir eine bedarfsgerechte und verlässliche Pflegeversorgung für alle Menschen sichern.“
Tag der Pflege am 12. Mai
Der Internationale Tag der Pflege am 12. Mai ist auf den Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale zurückzuführen, die am 12. Mai 1820 in Florenz zur Welt kam. Die Tochter einer wohlhabenden, britischen Familie hat sich schon früh der Pflege kranker Menschen gewidmet und die moderne westliche Krankenpflege begründet. Seit 1965 findet ihr zu Ehren der Internationale Tag der Pflege statt, der seit 1967 auch in Deutschland begangen wird.
Bildunterschrift:
Landtagspräsidentin Astrid Wallmann und Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender Diakonie Hessen, im Austausch mit Bewohnern des EVIM-Seniorenzentrums Ludwig-Eibach-Haus, Wiesbaden