Ambulante Hospizdienste begleiten Menschen zuhause
Welthospiztag am 10. Oktober / Deutscher Hospiztag am 14. Oktober
08.10.2026
Viele Menschen haben in den letzten Tagen ihres Lebens Sorgen und Ängste. Neben stationären Hospizen können auch ambulante Hospizdienste helfen. „Hospizarbeit wirkt “, sagt Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, zum Welthospiztag am 10. Oktober. „Viele Menschen wissen nicht, dass sie Anspruch auf die Unterstützung eines ambulanten Hospizdienstes haben und dass diese Begleitung kostenfrei ist. Sie helfen Menschen dabei, ihre verbleibende Lebenszeit selbstbestimmt, gut begleitet und in Würde zu gestalten." Ambulante Hospizdienste begleiten Betroffene und ihre Angehörigen oft über einen längeren Zeitraum hinweg an ihrem Lebensort.
Ein Netzwerk für schwerkranke Menschen
„Hospizarbeit und die Versorgung mit Palliativmedizin gehen Hand in Hand“, erklärt Vittoria Brunetti, Referentin für Hospizarbeit bei der Diakonie Hessen. „Niemand muss am Ende seines Lebens Schmerzen ertragen oder mit seinen Sorgen allein bleiben. Je früher die Menschen Kontakt zu einem Hospizdienst aufnehmen, desto besser können sie und ihre Angehörigen unterstützt werden. Die Hospizarbeit lebt von der Zusammenarbeit und der Vernetzung von allen Beteiligten wie Hausärzten, Fachärztinnen sowie den Spezialisierten ambulanten palliativen Versorgungsdiensten (SAPV). Nur so können Betroffene entsprechend ihrer individuellen Situation und ihrer Bedarfe begleitet und versorgt werden.“
Zeit schenken, zuhören, da sein
Die Krankenkassen fördern ambulante Hospiz- und Palliativleistungen, decken die Kosten jedoch nicht vollständig. Steigende Ausgaben, etwa für Fahrten zu den Einsätzen, die Koordination der Ehrenamtlichen oder die Aus- und Fortbildung, erhöhen den finanziellen Druck auf die Dienste. Hospizdienste sind deshalb verstärkt auf Spenden und auf das Engagement qualifizierter freiwilliger Sterbebegleiter*innen angewiesen. „Ohne die vielen ehrenamtlichen Hospizbegleiter und Hospizbegleiterinnen geht es nicht“, sagt Carsten Tag. „Sie sind für die Menschen da, schenken Zeit, haben ein offenes Ohr und entlasten die Angehörigen in einer besonders herausfordernden Lebensphase.“
Ehrenamtliche tragen die Hospizarbeit
„Hospizarbeit ist ein wichtiger Baustein einer sorgenden Gemeinschaft. Sie schafft Lebensqualität für Betroffene und Angehörige und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt", sagt Carsten Tag. „Damit ambulante Hospizdienste auch künftig verlässlich arbeiten können, braucht es qualifizierte Freiwillige, die Menschen am Lebensende begleiten."
Wer Unterstützung benötigt oder sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich an die örtlichen Hospizvereine und ambulanten Hospizdienste wenden. Eine Übersicht der Angebote der Diakonie Hessen ist auf der Webseite der Diakonie Hessen zu finden. Zur Einrichtungssuche der Diakonie Hessen
Ambulante Hospizdienste: Unterstützung für Menschen am Lebensende
Die ambulanten Hospizdienste begleiten Menschen nicht nur zuhause, sondern auch in Pflegeeinrichtungen oder wo sie sonst benötigt werden. In Hessen unterstützen rund 100 Initiativen mit etwa 5.000 qualifizierten Ehrenamtlichen jedes Jahr rund 10.000 schwer kranke und sterbende Menschen. Darunter sind 29 diakonische Angebote. Die Angebote ergänzen medizinische, pflegerische und seelsorgliche Versorgung.
Weitere Informationen
Mit dem Stiftungsfonds Diadieu engagiert sich die Stiftung Diakonie Hessen gezielt im Bereich hospizlicher Begleitung und palliativer Versorgung. Jetzt spenden unter: Diadieu – Hilfen am Abend des Lebens - sinn-stiften.de
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Vittoria Brunetti
Referentin für Hospizarbeit
Tel. 069 7947 6202
vittoria.brunetti@diakonie-hessen.de
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