Vorstandsvorsitzender auf Sommertour 2026
01.09.2026
Ein Rückblick
Unter dem Motto „Gemeinsam vor Ort – Gemeinsam stark!“ stand die Sommertour 2026 von Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen. Bei seinen Besuchen in Einrichtungen und Projekten der Diakonie und Kirche in Hessen und Rheinland-Pfalz richtete er den Blick auf die Frage, wie Menschen vor Ort Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen und ihre Lebensräume aktiv mitgestalten können.
„Diakonie lebt von den Menschen, die sich füreinander engagieren und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen vor Ort entwickeln“, sagte Carsten Tag. „Dort, wo Menschen sich begegnen, einander unterstützen und ihre Talente einbringen können, entsteht Zusammenhalt. Diesen Einsatz wollte ich auf meiner Sommertour kennenlernen und würdigen.“
Im Mittelpunkt der Tour standen Projekte, die ihre Angebote konsequent an den Bedürfnissen der Menschen in ihrem Umfeld ausrichteten. Dazu gehörten sozialräumliche Ansätze in Quartieren und Nachbarschaften ebenso wie vielfältige Formen des freiwilligen Engagements. Die besuchten Initiativen zeigten, wie Gemeinschaft entstehen und wachsen kann, wenn Menschen eigenverantwortlich handeln und Unterstützung dort erhalten, wo sie benötigt wird.
Drei Stationen, ein gemeinsames Ziel
Stiftung Scheuern, Nassau
Den Auftakt der Sommertour bildete die Stiftung Scheuern. Im Mittelpunkt standen Fragen der Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Besonders eindrucksvoll war das inklusive Imkerprojekt „BeeTime“, das Menschen mit Behinderungen vielfältige Möglichkeiten bietet, ihre Fähigkeiten einzubringen und aktiv am Arbeitsleben teilzuhaben. Der Besuch zeigte, wie individuelle Förderung, gelebte Inklusion und starke Netzwerke neue Perspektiven eröffnen können.
Kinder- und Beratungszentrum Sauerland (KBS), Wiesbaden
Die zweite Station führte zum Kinder- und Beratungszentrum Sauerland (KBS) in Wiesbaden. Das Zentrum verbindet Kinder-, Jugend-, Familien-, Senioren-, Beratungs-, Beschäftigungs- und Gemeinwesenarbeit unter einem Dach und ist seit Jahrzehnten fest im Stadtteil verankert. Im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Diakonie und Kommune wurde deutlich, wie durch sozialräumliche Arbeit und tragfähige Kooperationen Orte der Begegnung, Teilhabe und des sozialen Zusammenhalts entstehen.
Regionales Diakonisches Werk Marburg-Biedenkopf, Marburg
Die dritte Station führte zum Regionalen Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf. Dort standen die Freiwilligendienste und ihre Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Mittelpunkt. Darüber hinaus erhielt Carsten Tag Einblicke in die Arbeit der Wohnungsnotfallhilfe, die Menschen in akuten Wohnungsnöten begleitet und unterstützt. Die Gespräche zeigten, wie wichtig niedrigschwellige Hilfsangebote, persönliche Begleitung und verlässliche Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenslagen sind. Zugleich wurde sichtbar, welchen Beitrag Freiwilligendienste dazu leisten, gesellschaftliche Verantwortung zu fördern und Orientierung zu geben. Damit beweist die Arbeit des Regionalen Diakonischen Werks beispielhaft, wie diakonische Angebote Teilhabe ermöglichen und soziale Ausgrenzung verhindern können.
Fazit: Vielfältige diakonische Arbeit vor Ort ist unerlässlich
Ein besonderes Augenmerk der Sommertour lag auf der Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure. Diakonische Einrichtungen, Kirchengemeinden, Kommunen sowie zahlreiche ehrenamtlich Engagierte arbeiteten vielerorts eng zusammen. Solche Netzwerke schaffen tragfähige Strukturen, stärken das Miteinander und ermöglichen es, auf gesellschaftliche Veränderungen flexibel zu reagieren. Die Sommertour 2026 macht deutlich: Eine starke Gesellschaft entsteht dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Diakonie unterstützt Menschen dabei, selbstbestimmt zu leben, ihre Fähigkeiten zu entfalten und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dies konnte an allen drei Stationen eindrucksvoll gesehen werden.
„Die Sommertour hat auch in diesem Jahr eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig diakonische Arbeit vor Ort ist und wie viel sie bewirken kann. Ob Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, sozialräumliche Gemeinwesenarbeit, Freiwilligendienste oder Wohnungsnotfallhilfe: Überall engagieren sich Menschen dafür, anderen Perspektiven zu eröffnen und Gemeinschaft zu stärken. Genau das meint unser Motto: Gemeinsam vor Ort – Gemeinsam stark“, resümierte Carsten Tag.