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Weltkindertag am 20. September

Starke Kinder, starke Demokratie

Diakonie Hessen fordert konsequente Umsetzung von Kinderrechten und Inklusion als Grundlage einer starken Demokratie

18.09.2026

Kinderrechte sind ein Fundament der Demokratie

„Wer bereits als Kind erlebt, dass die eigene Meinung zählt, Anliegen ernst genommen und Mitbestimmung möglich ist, entwickelt Vertrauen in demokratische Prozesse und gesellschaftliche Institutionen“, sagt Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, zum Weltkindertag am 20. September mit dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“. „Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und demokratiefeindlicher Tendenzen ist es wichtiger denn je, Kinderrechte und Inklusion zu stärken. Demokratie beginnt nicht erst mit dem Wahlrecht. Sie beginnt dort, wo Kinder erfahren, dass man ihnen zuhört, ihre Vielfalt wertschätzt und sie gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.“  

Kinderrechte im Alltag erlebbar machen 

„Kinder werden stark, wenn sie erleben: Meine Stimme zählt“, sagt Maryam Garami, Referentin für inklusive Kinder- und Jugendhilfe. „Kinderrechte werden vor allem im Alltag erfahrbar: in der Familie, Kita, Schule, bei Freizeitangeboten und überall dort, wo Kinder Gemeinschaft erleben. Wenn Kinder ihre Gedanken und Wünsche einbringen können und merken, dass ihre Meinung zählt, entwickeln sie Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Kinderrechte dürfen deshalb nicht nur auf dem Papier stehen. Wir alle müssen sie jeden Tag mit Leben füllen.“  

Kinderrechte gelten für alle Kinder    

Kinder haben das Recht, selbstverständlich Teil der Gemeinschaft zu sein – unabhängig von Herkunft, Religion, Behinderung, Migrationsgeschichte oder sozialem Hintergrund. „Kinderrechte gelten für alle Kinder. Gerade Kinder, die aufgrund von Behinderung, Armut, Flucht- und Migrationserfahrungen auf Barrieren stoßen, müssen von Anfang an die Erfahrung machen, dazuzugehören, beteiligt zu werden und ihre Perspektiven einbringen zu können“, sagt Maryam Garami weiter. „Wo Kinder gemeinsam aufwachsen, lernen sie, Unterschiede als Teil des Lebens wahrzunehmen. Sie erfahren Respekt, Solidarität und gegenseitige Verantwortung im Alltag. Jedes Kind soll sagen können: Ich werde gesehen. Ich werde gehört. Ich gehöre dazu.“ 

Inklusion verwirklicht Kinderrechte  

„Wer die Perspektiven von Kindern ernst nimmt, muss ihre Bedürfnisse zum Maßstab politischen und gesellschaftlichen Handelns machen“, ergänzt Carsten Tag. Dies gelingt aus Sicht der Diakonie Hessen nur, wenn allen Kindern gleichberechtige Teilhabe ermöglicht wird. Carsten Tag: „Inklusion und Kinderrechte gehören untrennbar zusammen. Inklusion ist Ausdruck gelebter Kinder- und Menschenrechte und Voraussetzung für eine gerechte, solidarische und demokratische Gesellschaft.“ 

Die Diakonie Hessen beobachtet mit Sorge, dass gesellschaftliche Errungenschaften wie Vielfalt, Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe zunehmend infrage gestellt werden. „Wir brauchen ein klares Bekenntnis zu Kinderrechten und Inklusion“, sagt Carsten Tag. „Eine Gesellschaft wird nicht stärker, indem sie Menschen ausschließt. Sie wird stärker, wenn alle Kinder die gleichen Chancen haben, ihre Fähigkeiten einzubringen und ihren selbstverständlichen Platz in der Gemeinschaft zu finden.“  

„Demokratie lebt von Menschen, die gelernt haben, Verantwortung zu übernehmen, andere Sichtweisen zu respektieren und sich einzubringen“, sagt Carsten Tag abschließend. „Kinderrechte und Inklusion sind gleichermaßen Investitionen in den Zusammenhalt und die Zukunft unserer Demokratie.“ 

Kontakt

Pfarrerin Andrea Thiemann

Referentin für Jugendhilfe und Kinderschutz

069 79476339

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