© Tartila / stock.adobe.com

Teilhabe braucht Fachkräfte

Der akute Fachkräftemangel in der Eingliederungshilfe bedroht die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Die Diakonie Hessen zeigt Ursachen auf und fordert konsequentes politisches Handeln.

20.04.2026

Wenn Fachkräfte fehlen

Die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen hängt entscheidend von einer ausreichenden Zahl qualifizierter Fachkräfte ab. Fachkräfte ermöglichen Teilhabe im Alltag, beim Wohnen und im Arbeitsleben und setzen damit die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention um.

In sämtlichen Bereichen der Eingliederungshilfe herrscht ein akuter Mangel an Fach- und Arbeitskräften. Dies führt dazu, dass Unterstützungsangebote reduziert oder sogar eingestellt werden müssen und Menschen mit Einschränkungen nicht mehr angemessen versorgt werden können. Die Ursachen sind vielschichtig:

  • © Peter Bongard / Diakonie Hessen

    Die Hürden zum Einstieg in einen Beruf in der Eingliederungshilfe müssen schnell und unbürokratisch gesenkt werden. Ansonsten geht der Fachkräftemangel zulasten der Teilhabe.

    Carsten Tag Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen

Unsere Forderungen für Bund und Land

Teilhabe ist ein Grundrecht. Der bestehende Fachkräftemangel darf nicht zulasten von Menschen mit Behinderungen gehen. Die Diakonie Hessen setzt sich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für Ausbildung, Qualifikation, Anerkennung und Beschäftigung dringend verbessert werden – auf Bundes- wie auf Landesebene.

Bundesweite Forderungen und Maßnahmen
Forderungen und Maßnahmen für Hessen

Teilhabe sichern - Jetzt!

Der Fachkräftemangel in der Eingliederungshilfe ist ein vielschichtiges Problem, das entschlossenes politisches Handeln erfordert. Der Koalitionsvertrag auf Bundesebene sieht bereits geeignete Maßnahmen wie einen bundesweiten Ausbildungsstandard und einen leichteren Zugang zum Beruf vor. Doch die Umsetzung lässt auf sich warten. Nun ist das Land Hessen gefragt, so schnell wie  möglich die Maßnahmen zu ergreifen, die in anderen Bundesländern bereits umgesetzt wurden. Nur durch den Abbau von Barrieren, durch attraktive Berufsbedingungen und innovative Qualifizierungswege kann die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen langfristig gesichert werden.

Aktionswoche "#Ohne Fachkräfte keine Teilhabe"

Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung rufen gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege in Deutschland e.V. (BAG HEP) zu einer bundesweiten Aktionswoche
vom 20. bis 24. April 2026 auf.

Unter dem Motto #OhneFachkräfteKeineTeilhabe wird die unverzichtbare Rolle von Fachkräften in der Eingliederungshilfe und Sozialpsychiatrie in den Mittelpunkt gestellt.

Für die Aktionswoche gibt es zahlreiche Materialien, die zum Teilen und Mitmachen einladen. Alle Materialien stehen auf der Kampagnenseite der Fachverbände zum Download bereit (Link siehe unten).

Weitere Informationen

Kontakt

Sandra Möller

Referentin für soziale Teilhabe, Ressort Armutspolitik, Teilhabe und Inklusion

0561 10953126

Diese Seite empfehlen