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Teilhabe braucht Fachkräfte

Der akute Fachkräftemangel in der Eingliederungshilfe bedroht die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Die Diakonie Hessen zeigt Ursachen auf und fordert konsequentes politisches Handeln.

08.05.2026

Wenn Fachkräfte fehlen

Die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen hängt entscheidend von einer ausreichenden Zahl qualifizierter Fachkräfte ab. Fachkräfte ermöglichen Teilhabe im Alltag, beim Wohnen und im Arbeitsleben und setzen damit die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention um.

In sämtlichen Bereichen der Eingliederungshilfe herrscht ein akuter Mangel an Fach- und Arbeitskräften. Dies führt dazu, dass Unterstützungsangebote reduziert oder sogar eingestellt werden müssen und Menschen mit Einschränkungen nicht mehr angemessen versorgt werden können. Die Ursachen sind vielschichtig:

  • © Peter Bongard / Diakonie Hessen

    "Die Hürden zum Einstieg in einen Beruf in der Eingliederungshilfe müssen schnell und unbürokratisch gesenkt werden. Ansonsten geht der Fachkräftemangel zulasten der Teilhabe."

    Carsten Tag Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen

Unsere Forderungen

Teilhabe ist ein Grundrecht. Der bestehende Fachkräftemangel darf nicht zulasten von Menschen mit Behinderungen gehen. Die Diakonie Hessen setzt sich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für Ausbildung, Qualifikation, Anerkennung und Beschäftigung dringend verbessert werden - auf Bundes- wie auf Landesebene.

Forderungen und Maßnahmen für Hessen: 

Teilhabe sichern - Jetzt!

Der Fachkräftemangel in der Eingliederungshilfe ist ein vielschichtiges Problem, das entschlossenes politisches Handeln erfordert. Der Koalitionsvertrag auf Bundesebene sieht bereits geeignete Maßnahmen wie einen bundesweiten Ausbildungsstandard und einen leichteren Zugang zum Beruf vor. Doch die Umsetzung lässt auf sich warten. Nun ist das Land Hessen gefragt, so schnell wie  möglich die Maßnahmen zu ergreifen, die in anderen Bundesländern bereits umgesetzt wurden. Nur durch den Abbau von Barrieren, durch attraktive Berufsbedingungen und innovative Qualifizierungswege kann die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen langfristig gesichert werden.

Aktionswoche #Ohne Fachkräfte keine Teilhabe

Vom 20. bis 24. April 2026 fand die bundesweite Aktionswoche statt, zu der die Fachverbände für Menschen mit Behinderung gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege in Deutschland e.V. (BAG HEP) aufgerufen haben. 

Unter dem Motto #OhneFachkräfteKeineTeilhabe wurde die unverzichtbare Rolle von Fachkräften in der Eingliederungshilfe und Sozialpsychiatrie in den Mittelpunkt gestellt.

Für die Aktionswoche gab es zahlreiche Materialien zum Teilen und Mitmachen, diie auf der Kampagnenseite der Fachverbände zum Download bereitgestellt wurden (Link siehe unten).

Die Aktionswoche ist mit einer Rekordbeteiligung zu Ende gegangen. Mehr als 650 Organisationen, Einrichtungen und Ausbildungsstätten aus ganz Deutschland beteiligten sich an der gemeinsamen Aktion (siehe Link zur Pressemeldung des BeB unten).

Petition "Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung"

Teilhabe ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht und darf nicht von der Kassenlage abhängig gemacht werden. Vor diesem Hintergrund unterstützen die Fachverbände für Menschen mit Behinderung ausdrücklich die Petition mit dem Titel "Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung".

Der Deutsche Bundestag wird in einer aktuellen Petition aufgefordert, keine gesetzlichen Änderungen vorzunehmen, die zu Kürzungen und Einschränkungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung – zum Beispiel durch Pauschalierungen – führen. 

Jede Unterschrift zählt. Jede Mitzeichnung gegen Kürzungen stärkt das Anliegen. Je mehr Mitzeichnende, desto besser!

Die Petition kann noch bis zum 25. Mai 2026 mitgezeichnet werden. 

Weitere Informationen

Kontakt

Sandra Möller

Referentin für soziale Teilhabe, Ressort Armutspolitik, Teilhabe und Inklusion

0561 10953126

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