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Einsamkeit und Fluchterfahrung

Menschen mit Fluchterfahrungen kommen oft ohne ihre Familie und Freunde aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen nach Deutschland. Ihr Risiko sich einsam zu fühlen, ist hoch. Erschwerend sind zudem traumatische Erfahrungen.

Mehr Integration, weniger Einsamkeit

Einsamkeit unter Geflüchteten ist deutlich verbreiteter als in anderen Bevölkerungsgruppen. Dies ergab der Forschungsbericht 50  "Soziale Isolation und Einsamkeit bei Geflüchteten in Deutschland" des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Zum Bericht). 

Demnach haben 14,2  Prozent der Geflüchteten keine enge Bezugsperson (im Vergleich: bei anderen zugewanderten Gruppen sind dies nur ca. 10 Prozent ). Besonders betroffen sind Frauen und ältere Geflüchtete, die oft keine Kontakte außerhalb der Familie haben. Sprachbarrieren, Diskriminierungserfahrungen, Gemeinschaftsunterkünfte und ein unsicherer Aufenthaltsstatus verstärken die soziale Isolation. Mit der Beziehungsarmut tritt auch das Gefühl der sozialen Einsamkeit bei Geflüchteten verstärkt auf. Rund ein Fünftel der Geflüchteten fühlten sich 2021 oft oder sehr oft sozial einsam. 

Je mehr geflüchtete Menschen integriert sind, die Sprache sprechen und in das Erwerbsleben eingebunden sind, umso weniger fühlen sie sich einsam. Die Teilnahme an Sprach- und Integrationskursen sowie eine Erwerbstätigkeit wirken positiv gegen Einsamkeit, da sie soziale Kontakte fördern.

Angebote für geflüchtete Menschen

Im Blick: Mentor*innen von SOCIUS unterstützen Geflüchtete

Das Mentoring-Programm "SOCIUS" des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt und Offenbach bringt zugewanderte und geflüchtete Menschen mit ehrenamtlichen Mentor*innen zusammen. Die Mentor*innen helfen bei alltäglichen Aufgaben und tragen dazu bei, dass Geflüchtete in ihrer neuen Heimat ankommen. In der hr-Sendung "die ratgeber" wird das Angebot ab Minute 22 vorgestellt.

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Mann mit Bart klatscht Freund in blauem T-Shirt ab
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Konkret: Wie Flucht und Fremdsein zu Einsamkeit führen

Beide sind aus ihrer Heimat geflohen und leben nun in der Nähe von Bad Homburg. Und doch erzählen Naima Atmaj und Farman Faisal Abdullah zwei verschiedene Geschichten von Einsamkeit. Ihre Geschichten zeugen auch von großer Hoffnung auf eine gute Zukunft und dem Willen, eine neue Heimat zu finden.

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Trauriges Schulmädchen in einer Klasse
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